Baugenehmigung beantragen: So läuft das Verfahren ab

In Deutschland darf in der Regel nur gebaut werden, was genehmigt wurde. Die Baugenehmigung bestätigt, dass das geplante Bauvorhaben den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht. Ohne sie drohen Baustopp und Abriss.

Wann brauche ich eine Baugenehmigung?

Das hängt vom Bundesland ab. In der Regel genehmigungspflichtig sind:

  • Neubau von Wohn- und Gewerbegebäuden
  • Wesentliche Umbauten (z.B. Dachgeschossausbau)
  • Nutzungsänderungen (Büro zu Wohnung)

Genehmigungsfrei sind oft kleine Garagen, Carports oder Gartenhäuser (je nach Bundesland und Größe).

Wer stellt den Antrag?

In der Regel ein bauvorlageberechtigter Architekt oder Ingenieur — nicht der Bauherr selbst. Der Fachmann kennt die Formvorgaben und ist für die Richtigkeit der Unterlagen verantwortlich.

Welche Unterlagen werden benötigt?

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  • Bauzeichnungen (Grundriss, Schnitte, Ansichten) im Maßstab
  • Lageplan (amtlicher Katasterplan)
  • Baubeschreibung
  • Statik-Nachweis
  • Wärme- und Schallschutz-Nachweis
  • Ausgefüllte Antragsformulare der Baubehörde

Wie lange dauert es?

Die gesetzliche Bearbeitungsfrist beträgt je nach Bundesland 2–3 Monate. In der Praxis kann es länger dauern — gerade bei unvollständigen Unterlagen oder komplexen Projekten. Planen: 3–6 Monate realistisch.

Was kostet eine Baugenehmigung?

Die Gebühren richten sich nach den Baukosten — typisch sind 0,5–1 % der Baukosten. Bei einem Haus für 400.000 € Baukosten: 2.000–4.000 € Genehmigungsgebühren.

Checkliste Baugenehmigung

  • Bebauungsplan beim Bauamt anfordern und lesen
  • Architekt beauftragen (bauvorlageberechtigt)
  • Voranfrage beim Bauamt stellen (spart Fehler später)
  • Alle Unterlagen vollständig einreichen
  • Frist abwarten — nicht vor Genehmigung bauen!
  • Nach Genehmigung: Auflagen prüfen und einhalten