Die Wohngebäudeversicherung ist für Hauseigentümer eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt – und gleichzeitig oft falsch abgeschlossen. Hier erfährst du, worauf es wirklich ankommt.
Was deckt die Wohngebäudeversicherung ab?
Die Grunddeckung umfasst:
- Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion
- Leitungswasser: Rohrbruch, Frostschäden an Leitungen
- Sturm/Hagel: Ab Windstärke 8
Optional (aber empfehlenswert):
- Elementarschäden: Überschwemmung, Starkregen, Erdbeben, Erdrutsch
- Glasbruch
- Photovoltaikanlage
Häufiger Fehler: Unterversicherung

Die Versicherungssumme muss dem Wiederbeschaffungswert entsprechen – also was es kostet, das Gebäude identisch neu zu bauen. Viele Policen sind auf alten Werten, der Baukostenindex steigt aber jedes Jahr.
Lösung: Gleitende Neuwertversicherung (automatische Anpassung) und Unterversicherungsverzicht.
Weiterlesen: Finanzierungsrechner Anbietervergleich.
Beitragsübersicht
| Haustyp | Typischer Jahresbeitrag |
|---|---|
| EFH, 150 m², solide Bauart | 400–800 € |
| EFH, 150 m², mit Elementar | 600–1.200 € |
| MFH, 400 m², 4 Wohnungen | 1.200–2.500 € |
Elementarschutz: Warum er Pflicht sein sollte
Starkregen und Überflutungen nehmen zu. Ohne Elementarschutz zahlt die Versicherung bei Überschwemmung gar nichts. In Risikogebieten kann er teuer sein oder abgelehnt werden – deshalb früh prüfen.
Tipps zum Sparen
- Jährlich zahlen statt monatlich (5–10 % Rabatt)
- Höhere Selbstbeteiligung = niedrigere Prämie
- Schadensfrei-Rabatte nutzen (nicht jeden Kleinstschaden melden)
- Vergleich alle 3–5 Jahre (Markt ändert sich)
Checkliste: Wohngebäudeversicherung prüfen
- ☑ Gleitende Neuwertversicherung enthalten?
- ☑ Unterversicherungsverzicht vereinbart?
- ☑ Elementarschutz vorhanden?
- ☑ PV-Anlage mitversichert (falls vorhanden)?
- ☑ Letzter Preisvergleich nicht älter als 3 Jahre?
