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Festzins vs. variabler Zins — Welcher ist der richtige für dich?

Festzins vs. variabler Zins — Welcher ist der richtige für dich? — alles Wichtige zur Baufinanzierung übersichtlich auf finanzierung.one.

Stand: 2024-03-17 3 Min. Lesezeit
Festzins vs. variabler Zins — Welcher ist der richtige für dich?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Du planst langfristig und willst Sicherheit
  • Das aktuelle Zinsniveau ist historisch niedrig
  • Dein Budget erlaubt keinen Puffer für Zinsanstiege
  • Familie mit Kindern — monatliche Rate muss planbar sein

Festzins vs. variabler Zins bei der Baufinanzierung

Bei der Baufinanzierung in Deutschland gibt es zwei grundlegende Zinsmodelle. Die richtige Wahl hängt von deiner Risikobereitschaft, deiner Lebenssituation und der Zinsprognose ab.

Das Wichtigste auf einen Blick

MerkmalFestzinsVariabler Zins
PlanbarkeitSehr hochGering
ZinshöheMeist höherMeist günstiger
RisikoKeinesZinsanstieg möglich
KündigungVorfälligkeitsentschädigungMeist monatlich
BasisVereinbart bei AbschlussEuribor + Aufschlag

Festzins — Sicherheit hat ihren Preis

Praxis-Tipp: Effektivzins vergleichen, nicht Sollzins. Bei 300.000 € Kredit über 10 Jahre entspricht 0,3 % Zinsunterschied ca. 9.000 € Mehrkosten. Plattformen wie Interhyp zeigen täglich aktualisierte Konditionen von 400+ Banken — kostenlos und SCHUFA-neutral.
Monatsrate Baufinanzierung

Der Festzins ist in Deutschland die mit Abstand häufigste Wahl. Du weißt von Anfang an, was du jeden Monat zahlst — für 5, 10, 15 oder 20 Jahre. Der Aufschlag gegenüber variablen Zinsen liegt typischerweise bei 0,3–0,8%.

Festzins Vs Variabler Zins

Wann Festzins sinnvoll ist:

  • Du planst langfristig und willst Sicherheit
  • Das aktuelle Zinsniveau ist historisch niedrig
  • Dein Budget erlaubt keinen Puffer für Zinsanstiege
  • Familie mit Kindern — monatliche Rate muss planbar sein

Variabler Zins — Flexibilität und Risiko

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Variable Zinsen richten sich nach dem 3-Monats-Euribor plus Aufschlag der Bank. Sie sind anfangs oft günstiger, können aber steigen. In der Hochzinsphase 2022 stiegen variable Kredite innerhalb von 12 Monaten um über 3 Prozentpunkte.

Wann variabler Zins sinnvoll ist:

  • Du erwartest in 1–3 Jahren einen größeren Geldzufluss (Erbschaft, Bonus)
  • Du willst jederzeit ohne Strafe ablösen können
  • Die Zinsen sind historisch hoch und du setzt auf baldige Senkung
  • Kurzfristige Zwischenfinanzierung

Die clevere Mischung

Manche Banken bieten Zinscap-Darlehen an: variabler Zins mit Obergrenze. Du profitierst von sinkenden Zinsen, bist aber nach oben abgesichert. Kostet einen Aufschlag, kann aber sinnvoll sein.

Empfehlung: Für die meisten Familien in Deutschland ist der Festzins auf 10–15 Jahre die richtige Wahl. Die Mehrkosten gegenüber variabel sind der Preis für Planungssicherheit — und die ist Gold wert, wenn du eine Familie absichern musst.

Rechenbeispiel Baufinanzierung 2025

KaufpreisKredit (80 %)Rate/Monat*Benötigtes Nettoeink.
200.000 €160.000 €ca. 707 €mind. 2.000 €
300.000 €240.000 €ca. 1.060 €mind. 3.000 €
400.000 €320.000 €ca. 1.413 €mind. 4.000 €
500.000 €400.000 €ca. 1.767 €mind. 5.000 €

*Bei 3,3 % Zins, 2 % Tilgung, 10 Jahre Zinsbindung

Was Banken bei der Bonitätsprüfung wirklich prüfen

  • SCHUFA-Score: Mind. 90 % für gute Konditionen — unter 85 % werden Aufschläge oder Ablehnung wahrscheinlich
  • Beleihungsauslauf (LTV): Kredit/Immobilienwert. Unter 60 % = beste Zinsen. 80–90 % = deutliche Aufschläge
  • Haushaltsbuch: Einnahmen minus Ausgaben sollten nach Kreditrate >500 € frei verfügbar lassen
  • Beschäftigung: Mind. 6 Monate im gleichen Unternehmen, unbefristet — Probezeit ist problematisch

Häufige Fragen

Was muss ich bei Festzins Vs Variabler Zins besonders beachten?

Wichtig bei Festzins Vs Variabler Zins: Immer mehrere Angebote vergleichen (mind. 3), vollständige Unterlagen bereitstellen (Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide, SCHUFA-Auskunft), Kaufnebenkosten einplanen (10–13 % des Kaufpreises), und ausreichend Eigenkapital sicherstellen. Ein unabhängiger Finanzberater kann die Entscheidung erheblich verbessern.

Welche Fehler sollte ich bei der Baufinanzierung vermeiden?

5 häufige Fehler: 1. Nur bei der Hausbank anfragen (oft teurer). 2. Kaufnebenkosten vergessen (10–13 %!). 3. Tilgung zu niedrig (unter 2 % = 40+ Jahre Laufzeit). 4. Kein Sondertilgungsrecht vereinbart. 5. Keine Liquiditätsreserve gehalten. Ein Vergleich über Interhyp oder Dr. Klein kostet nichts und bringt oft 0,3–0,5 % Zinsvorteil.

Wie lange dauert die Baufinanzierung?

Von vollständigen Unterlagen bis Kreditzusage: 3–10 Werktage (Online-Banken), 1–3 Wochen (Filialbanken). Auszahlung: nach Notartermin und Grundbuch-Auflassungsvormerkung (weitere 2–4 Wochen). Gesamt von Entscheidung bis Schlüsselübergabe: typisch 3–6 Monate.

Welche Unterlagen brauche ich für die Baufinanzierung?

Standardunterlagen: letzten 3 Gehaltsabrechnungen, letzter Steuerbescheid, Kontoauszüge (3 Monate), SCHUFA-Selbstauskunft, Exposé und Grundrisse des Objekts, Grundbuchauszug, Energieausweis. Bei Vermietung: bestehende Mietverträge. Bei Selbständigen: Steuerbescheide 3 Jahre + BWA.

Redaktion finanzierung.one
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