Immobilienkredit nachverhandeln: So holst du bessere Konditionen

Ein Immobilienkredit über 20–30 Jahre ist keine unveränderliche Tatsache. Es gibt Zeitpunkte und Wege, die Konditionen zu verbessern — und das kann tausende Euro sparen.

Wann ist Nachverhandlung möglich?

  • Zinsbindung läuft aus: Natürlichster Moment — du kannst zur günstigeren Bank wechseln
  • Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren: § 489 BGB — jeder Kreditnehmer kann nach 10 Jahren mit 6 Monaten Frist kündigen, ohne VFE
  • Laufendes Gespräch: Banken verhandeln bei guter Bonität manchmal auch während der Zinsbindung

Was kannst du fordern?

  • Niedrigerer Zinssatz (bei gestiegener Bonität oder gesunkenem Marktzins)
  • Höheres Sondertilgungsrecht
  • Änderung des Tilgungssatzes (rauf oder runter je nach Bedarf)
  • Tilgungsaussetzung bei temporären Engpässen

Strategie: Konkurrenzangebot als Druckmittel

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Hole zuerst ein Angebot bei einem Wettbewerber ein. Gehe dann zur Hausbank und zeige das Angebot. Viele Banken verbessern ihre Konditionen lieber als einen Kunden zu verlieren — besonders wenn die Restschuld noch hoch ist.

Forward-Darlehen als Vorsorge

Wenn die Zinsbindung in 12–36 Monaten ausläuft und du mit steigenden Zinsen rechnest: Forward-Darlehen abschließen. Du sicherst dir die heutigen Zinsen für die Zukunft — gegen einen kleinen Aufschlag.

Checkliste vor der Nachverhandlung

  • Restschuld und verbleibende Zinsbindungsdauer kennen
  • Marktübliche Zinsen recherchieren
  • Bonitätsscore prüfen (SCHUFA-Auskunft)
  • Konkurrenzangebot einholen
  • Schriftliche Anfrage an Hausbank stellen
  • Wechselkosten einkalkulieren wenn Bankwechsel

Was kostet ein Bankwechsel?

Bei Ablauf der Zinsbindung: Grundbuchkosten für Grundschuldübertragung — ca. 0,2–0,5 % der Restschuld. Das ist der einzige relevante Kostenpunkt. Kein Wechsel ohne diese Berechnung!