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Rohbau-Kosten beim Hausbau: Was steckt dahinter?

Was kostet der Rohbau beim Hausbau? Fundament, Mauerwerk, Dach – alle Was beim Neubau finanziell anders ist — Bauzeitzinsen, Raten und Risiken erklärt.

Stand: 2026-04-14 2 Min. Lesezeit
Rohbau-Kosten beim Hausbau: Was steckt dahinter?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Erdarbeiten und Fundament / Bodenplatte
  • Keller (optional)
  • Mauerwerk oder Fertigteilwände
  • Decken (Betondecken oder Holzbalkendecken)
Rohbau-Kosten beim Hausbau: Was steckt dahinter?

Der Rohbau ist das Skelett deines Hauses – und macht je nach Haustyp 30–40 % der Gesamtbaukosten aus. Hier erfährst du, was wirklich dahintersteckt und was du einplanen musst.

Was gehört zum Rohbau?

  • Erdarbeiten und Fundament / Bodenplatte
  • Keller (optional)
  • Mauerwerk oder Fertigteilwände
  • Decken (Betondecken oder Holzbalkendecken)
  • Dachstuhl und Eindeckung
  • Fenster (manchmal Teil des Rohbaus)

Rohbau-Kosten 2026: Richtwerte

PositionKosten pro m² Wohnfläche
Erdarbeiten/Bodenplatte80–150 €/m²
Keller (optional)400–700 €/m² Kellerfläche
Mauerwerk/Wände150–250 €/m²
Decken80–150 €/m²
Dach (Stuhl + Eindeckung)200–400 €/m² Dachfläche
Rohbau gesamtca. 700–1.200 €/m² Wohnfläche

Bauweise beeinflusst Rohbaukosten

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  • Massivbau (Ziegel, Kalksandstein): Höhere Rohbaukosten, langlebiger, guter Schallschutz
  • Fertighaus: Schneller, oft günstigerer Rohbau, aber weniger individuelle Planung
  • Holzrahmenbau: Günstig, schnell, nachhaltiger, aber anders in der Statik

Gesamtbaukosten: Rohbau ist nur ein Teil

Rohbau = 30–40 % der Gesamtkosten. Der Rest:

  • Ausbau (Innenputz, Estrich, Fliesen): 30–35 %
  • Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektro): 20–25 %
  • Außenanlagen, Architektenhonorar: 5–15 %

Bei einem EFH mit 140 m² und Vollkosten 450.000 € → Rohbauanteil ca. 135.000–180.000 €.

Tipps zur Kostenoptimierung

  • Mehrere Rohbauunternehmen vergleichen (min. 3 Angebote)
  • Eigenleistungen bei unkritischen Positionen (Aushubarbeiten, Aufräumen)
  • Einfache Dachformen (Satteldach) sind günstiger als Walmdächer
  • Keller weglassen spart 50.000–100.000 € (Alternative: ausreichend Stauraum im EG planen)

© 2025 finanzierung.one — Alle Angaben ohne Gewähr. Kein Finanzierungsangebot.

Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Rohbau-Kosten beim Hausbau?

Beim Thema Rohbau-Kosten beim Hausbau kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

SM
Artikel von
Zert. Finanzberaterin (IHK)
Baufinanzierungs-Expertin
Zertifizierte Finanzberaterin (IHK) mit 12 Jahren Erfahrung in der Baufinanzierungsberatung. Sandra begleitet Erst- und Wiederholungskäufer von der Bonitätsprüfung über die Zinsbindungswahl bis zur Anschlussfinanzierung. Schwerpunkte: Annuitätendarlehen, Tilgungsstrategien, KfW-Förderprogramme und Finanzierungsstrukturierung für Eigennutzer.
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