
Der Rohbau ist das Skelett deines Hauses – und macht je nach Haustyp 30–40 % der Gesamtbaukosten aus. Hier erfährst du, was wirklich dahintersteckt und was du einplanen musst.
Was gehört zum Rohbau?
- Erdarbeiten und Fundament / Bodenplatte
- Keller (optional)
- Mauerwerk oder Fertigteilwände
- Decken (Betondecken oder Holzbalkendecken)
- Dachstuhl und Eindeckung
- Fenster (manchmal Teil des Rohbaus)
Rohbau-Kosten 2026: Richtwerte
| Position | Kosten pro m² Wohnfläche |
|---|---|
| Erdarbeiten/Bodenplatte | 80–150 €/m² |
| Keller (optional) | 400–700 €/m² Kellerfläche |
| Mauerwerk/Wände | 150–250 €/m² |
| Decken | 80–150 €/m² |
| Dach (Stuhl + Eindeckung) | 200–400 €/m² Dachfläche |
| Rohbau gesamt | ca. 700–1.200 €/m² Wohnfläche |
Bauweise beeinflusst Rohbaukosten
- Massivbau (Ziegel, Kalksandstein): Höhere Rohbaukosten, langlebiger, guter Schallschutz
- Fertighaus: Schneller, oft günstigerer Rohbau, aber weniger individuelle Planung
- Holzrahmenbau: Günstig, schnell, nachhaltiger, aber anders in der Statik
Gesamtbaukosten: Rohbau ist nur ein Teil
Rohbau = 30–40 % der Gesamtkosten. Der Rest:
- Ausbau (Innenputz, Estrich, Fliesen): 30–35 %
- Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektro): 20–25 %
- Außenanlagen, Architektenhonorar: 5–15 %
Bei einem EFH mit 140 m² und Vollkosten 450.000 € → Rohbauanteil ca. 135.000–180.000 €.
Tipps zur Kostenoptimierung
- Mehrere Rohbauunternehmen vergleichen (min. 3 Angebote)
- Eigenleistungen bei unkritischen Positionen (Aushubarbeiten, Aufräumen)
- Einfache Dachformen (Satteldach) sind günstiger als Walmdächer
- Keller weglassen spart 50.000–100.000 € (Alternative: ausreichend Stauraum im EG planen)
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Rohbau-Kosten beim Hausbau?
Beim Thema Rohbau-Kosten beim Hausbau kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).
Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?
Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.
Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?
Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.
Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?
Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.
