Zinsbindung verlängern: Was du wissen musst wenn der Vertrag ausläuft

Die Zinsbindung deines Immobilienkredits endet — und du musst eine neue Vereinbarung treffen. Das ist ein entscheidender Moment: Wer nicht aktiv wird, bezahlt oft zu viel.

Was passiert wenn die Zinsbindung ausläuft?

Die Bank schickt dir ein "Prolongationsangebot" — oft 3–6 Monate vor Ende der Zinsbindung. Dieses Angebot ist selten das günstigste. Die Bank hofft auf Bequemlichkeit.

Deine Optionen

  • Prolongation (Verlängerung bei Hausbank): Bequem, aber oft nicht günstigste Konditionen
  • Umschuldung (Wechsel zur günstigeren Bank): Aufwand, aber oft 0,2–0,5 % günstiger
  • Forward-Darlehen: Jetzt Zinsen sichern für späteren Abschluss (12–36 Monate vorher)
  • Sondertilgung: Restschuld vor Verlängerung reduzieren

Kosten bei Bankwechsel

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Grundschuldübertragung statt Neueintragung — ca. 0,2 % der Restschuld. Bei 200.000 € Restschuld: ca. 400 €. Kein Vergleich zu potenziellem Zinsvorteil über 10 Jahre!

Forward-Darlehen: Lohnt es sich?

Ein Forward-Darlehen kostet einen Aufschlag von ca. 0,01–0,02 % pro Monat Vorlaufzeit. Bei 24 Monaten: 0,24–0,48 % Aufschlag. Lohnt sich wenn du glaubst, dass Zinsen in den nächsten 2 Jahren steigen werden.

Checkliste beim Auslaufen der Zinsbindung

  • 12–18 Monate vor Ende: Marktlage beobachten
  • 6–12 Monate vor Ende: Mind. 3 Angebote einholen (Hausbank + 2 Vermittler)
  • Restschuld berechnen — Sondertilgung vor Verlängerung sinnvoll?
  • Zinsbindungsdauer für nächste Periode wählen (10, 15 oder 20 Jahre)
  • Sondertilgungsrecht für nächste Periode vereinbaren

Rechenbeispiel

Restschuld: 180.000 €. Hausbank bietet 3,8 %, andere Bank 3,4 %. Differenz: 0,4 %.
Über 10 Jahre: 0,4 % × 180.000 × 10 = ca. 7.200 € Mehrkosten bei der Hausbank.
Minus Wechselkosten (~360 €) = Ersparnis von 6.840 € durch Bankwechsel.