Ferienimmobilie kaufen: Was du vor dem Kauf wissen musst

Eine Ferienwohnung kaufen — selbst nutzen und vermieten. Das klingt nach dem perfekten Investment. Aber Ferienimmobilien haben andere Regeln als normale Mietwohnungen.

Vermietung als Ferienunterkunft: Was erlaubt ist

Nicht jede Immobilie darf als Ferienwohnung vermietet werden. Prüfe:

  • Bebauungsplan: Ist touristische Nutzung erlaubt?
  • Gemeindliche Satzungen (Zweckentfremdungsverbot — besonders in Städten)
  • WEG-Beschlüsse (andere Eigentümer können Ferienvermietung einschränken)
  • Genehmigungspflicht in manchen Gemeinden

Finanzierung einer Ferienimmobilie

Banken finanzieren Ferienimmobilien anders als Hauptwohnungen:

  • Höheres Eigenkapital gefordert (oft 30–40 %)
  • Mieteinnahmen werden vorsichtiger eingeschätzt (saisonal, unsicher)
  • Zinssatz oft 0,2–0,5 % höher als bei Hauptwohnsitz
  • Nicht jede Bank finanziert Ferienimmobilien

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FaktorBerücksichtigen
AuslastungRealistische 40–60 %, nicht Bestfallszenarien
LeerstandsphasenNebensaison oft ohne Buchungen
VerwaltungskostenReinigung, Schlüsselübergabe, Plattform-Provision (15–20 %)
InstandhaltungFerienwohnungen werden stärker genutzt — mehr Verschleiß

Steuerliche Besonderheiten

  • Mieteinnahmen sind steuerpflichtig
  • AfA und Kosten absetzbar (wenn Vermietungsabsicht nachweisbar)
  • Eigennutzung einschränkt steuerliche Abzüge (Verhältnis Eigennutzung/Vermietung)
  • Gewerbesteuerpflicht wenn Hotelcharakter (Zusatzleistungen, häufiger Wechsel)

Checkliste Ferienimmobilie

  • Bebauungsplan + Gemeindesatzung prüfen
  • Lage: starke Saison oder ganzjährig attraktiv?
  • Vergleichsmieten auf Airbnb, Booking recherchieren
  • Verwaltungslösung klären (Selbst oder Agentur)
  • Versicherungen prüfen (Ferienvermietung oft Zusatzschutz nötig)
  • Steuerberater für Konzept einschalten