Immobilien als Investment: Was Studien über die Rendite sagen

Immobilien gelten als sichere Geldanlage — aber was sagen Daten und Studien wirklich? Ein Blick auf die Fakten, nicht auf Mythen.

Die wichtigsten Studien

Jorda et al. (2017): "The Rate of Return on Everything"

Diese Studie analysierte Renditen in 16 Ländern über 150 Jahre. Ergebnis für Deutschland:

  • Immobilien: 6,9 % reale Rendite pro Jahr (inkl. Mietrendite und Wertsteigerung)
  • Aktien: 7,4 % reale Rendite pro Jahr
  • Anleihen: 2,0 % reale Rendite

Immobilien performen damit ähnlich wie Aktien — bei deutlich geringerem Risiko (geringere Schwankung).

Was die Studien nicht zeigen

  • Keine Hebelwirkung durch Kredit einkalkuliert (erhöht Eigenkapitalrendite deutlich)
  • Durchschnittswerte — individuelle Lagen variieren stark
  • Leerstandskosten, Instandhaltung, Verwaltung oft nicht vollständig berücksichtigt
  • Steuerliche Aspekte länderspezifisch

Deutschland-spezifische Renditen

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Laut Bundesbank und Bulwiengesa:

  • Wohnimmobilien in A-Städten: 3–5 % Mietrendite (brutto)
  • Wertsteigerung 2010–2022: +80–150 % in Ballungszentren
  • Wertrückgang 2022–2023: −10–20 % in manchen Lagen

Immobilien vs. ETF: Was ist besser?

Keine pauschale Antwort — aber Faktoren:

  • Mit Hebelwirkung: Immobilien können ETF übertreffen
  • Ohne Hebel: ETF performt langfristig ähnlich oder besser
  • Immobilien: Schutz vor Inflation, steuerliche Vorteile nach 10 Jahren
  • ETF: Liquidität, Diversifikation, wenig Verwaltungsaufwand

Fazit

Immobilien sind solide Langzeitinvestments — besonders mit Hebelwirkung. Sie sind keine Über-Rendite-Maschine, aber auch kein Mythos. Die Qualität der einzelnen Immobilie und der Kaufzeitpunkt entscheiden mehr als die Asset-Klasse selbst.