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FAQ

Grundschuld nach Kreditabbezahlung: Löschen oder bestehen lassen?

Der Kredit ist abbezahlt — aber die Grundschuld im Grundbuch bleibt. Muss die gelöscht werden? Und was kostet das? Alles zu Grundschuld, Löschung und Abtretung.

Stand: 2025-03-18 3 Min. Lesezeit
Grundschuld nach Kreditabbezahlung: Löschen oder bestehen lassen?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Beim Verkauf der Immobilie: Käufer wollen ein schuldenfreies Grundbuch. Grundschuld muss vor oder beim Kauf gelöscht w
  • Für den Überblick: Grundbuch soll dem tatsächlichen Zustand entsprechen
  • Neue Finanzierung: Wenn du eine neue Baufinanzierung aufnimmst, wollen Banken oft Klarheit im Grundbuch
  • Du planst keine kurzfristigen Veränderungen (Verkauf, neue Finanzierung)

Der letzte Kredit ist abgezahlt — endlich schuldenfrei! Aber im Grundbuch steht noch eine Grundschuld der Bank. Muss die gelöscht werden? Darf sie bleiben? Und wenn Löschen: Was kostet das? Hier kommen alle Antworten.

Was ist eine Grundschuld?

Eine Grundschuld ist ein dingliches Recht, das im Grundbuch eingetragen wird. Sie sichert die Bank ab: Wenn der Kreditnehmer nicht zahlt, kann die Bank aus der Grundschuld vollstrecken und die Immobilie zwangsversteigern. Nach Kreditrückzahlung erlischt die Grundschuld nicht automatisch — sie bleibt im Grundbuch stehen.

Grundschuld löschen: Wann ist das nötig?

Es gibt keine gesetzliche Pflicht zur Löschung. Eine Grundschuld im Grundbuch bedeutet nicht automatisch eine Schuld — es bedeutet nur, dass die Bank theoretisch vollstrecken könnte. Nach Kreditabbezahlung kann die Bank nichts mehr fordern.

Dennoch gibt es Situationen, wo Löschen sinnvoll ist:

  • Beim Verkauf der Immobilie: Käufer wollen ein schuldenfreies Grundbuch. Grundschuld muss vor oder beim Kauf gelöscht werden.
  • Für den Überblick: Grundbuch soll dem tatsächlichen Zustand entsprechen
  • Neue Finanzierung: Wenn du eine neue Baufinanzierung aufnimmst, wollen Banken oft Klarheit im Grundbuch

Wann Grundschuld bestehen lassen?

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  • Du planst keine kurzfristigen Veränderungen (Verkauf, neue Finanzierung)
  • Die Grundschuld ist abgetreten worden — bei neuer Finanzierung kann sie wiederverwendet werden (spart Kosten!)
  • Du sparst die Löschungskosten

Was ist eine Grundschuldabtretung?

Wenn du einen neuen Kredit aufnimmst (z. B. Anschlussfinanzierung bei anderer Bank), kann die alte Grundschuld an die neue Bank abgetreten werden — ohne Löschung und Neueintragung. Das spart Kosten erheblich.

Was kostet die Grundschuldlöschung?

  • Notarkosten: Ca. 0,2–0,5 % der Grundschuldsumme, mind. 50–100 €
  • Grundbuchamt: Ähnliche Gebühren
  • Beispiel: Grundschuld 200.000 € → Löschungskosten ca. 400–800 €

Wie läuft die Löschung ab?

  1. Bank stellt Löschungsbewilligung aus (kostenlos für dich)
  2. Du beauftragst einen Notar
  3. Notar beurkundet die Löschungserklärung
  4. Antrag beim Grundbuchamt
  5. Grundschuld wird gelöscht (dauert 4–8 Wochen)

Empfehlung

  • Wenn du die Immobilie langfristig behältst und keine neue Finanzierung planst: Löschung kann warten oder ganz unterbleiben
  • Wenn Verkauf in den nächsten Jahren geplant: Schon jetzt Löschungsbewilligung bei der Bank anfordern und aufbewahren
  • Wenn neue Finanzierung ansteht: Abtretung prüfen — spart gegenüber Löschung + Neueintragung

Fazit

Die Grundschuld nach Kreditabbezahlung muss nicht sofort gelöscht werden — du hast Zeit. Hole die Löschungsbewilligung von der Bank (du hast Anspruch darauf) und entscheide je nach Situation. Beim Verkauf: zwingend löschen. Im laufenden Eigennutz: nicht zwingend, aber ordentlich.

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Häufige Fragen

Was sollte ich bei Grundschuld nach Kreditabbezahlung unbedingt beachten?

Hol dir mindestens 3 unabhängige Angebote ein — Hausbank, Direktbank und Online-Vermittler. Prüfe nicht nur den Zinssatz, sondern auch Flexibilität (Sondertilgung, Tilgungsanpassung), Laufzeit und Gesamtkosten. Ein Fehler beim Abschluss kostet über 10 Jahre leicht 10.000–20.000 €.

Welche Unterlagen brauche ich für eine Baufinanzierungsanfrage?

Einkommensnachweise (letzte 3 Gehaltsabrechnungen oder 2 Jahresabschlüsse), Schufa-Auskunft, Eigenkapitalnachweis (Kontoauszüge), Informationen zur Immobilie (Kaufvertragsentwurf, Grundriss, Energieausweis, Grundbuchauszug). Je vollständiger die Unterlagen, desto schneller die Zusage.

Wie lange dauert es von Anfrage bis zur Auszahlung der Baufinanzierung?

Von der ersten Anfrage bis zur Zusage dauert es 1–3 Wochen. Die notarielle Beurkundung folgt 2–4 Wochen später. Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage der Kaufpreisurkunde — typisch 4–6 Wochen nach Anfrage. Bei Eigenheimbau erfolgt die Auszahlung in Raten nach Baufortschritt.

TR
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Finanzanalyst & Kapitalanlage-Experte
Unabhängiger Finanzanalyst mit Fokus auf Immobilienkapitalanlage und Baufinanzierungsstrategien. Thomas analysiert Renditechancen, Eigenkapitalrenditen und Fremdfinanzierungsquoten für private Investoren. Über 300 veröffentlichte Ratgeber zu Bauzinsen, Kapitalanlage-Immobilien, Denkmalschutz-AfA und steueroptimierter Finanzierungsstruktur.
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