
Frankfurt am Main ist Europas Finanzzentrum – und einer der teuersten deutschen Immobilienmärkte. Trotz Korrekturen 2022–2024 sind die Preise hoch. Was du wissen musst.
Aktuelle Preise in Frankfurt (2026)
| Stadtteil | Preis/m² Wohnung |
|---|---|
| Westend, Sachsenhausen, Bornheim | 6.500–11.000 € |
| Nordend, Ostend, Bockenheim | 5.500–9.000 € |
| Griesheim, Rödelheim, Höchst | 3.500–6.000 € |
| Bergen-Enkheim, Fechenheim | 2.800–5.000 € |
Frankfurter Besonderheiten
- Grunderwerbsteuer Hessen: 6 % (hoch)
- EZB und Finanzinstitutionen: Stabile Nachfrage durch Finanzbranche
- Internationaler Markt: Viele ausländische Käufer und Expats
- Höchste Büromieten Deutschlands: Starke Wohnraumnachfrage
Aufstrebende Stadtteile
- Ostend: Massiv gentrifiziert, EZB-Nähe, noch Potenzial
- Gutleutviertel: Direkt am Bahnhof, aufgewertet
- Rödelheim: Grün, günstig, S-Bahn-Anschluss
- Bergen-Enkheim: Ruhig, Stadtrand, familienfreundlich
Frankfurt Umland
- Offenbach: Günstig, direkt angrenzend, gute S-Bahn
- Darmstadt: Studentenstadt, 20–25 min mit S-Bahn
- Wiesbaden: Gehobenes Flair, 20–30 min
- Hanau, Maintal: Günstig, gute Anbindung
Tipps für Frankfurter Käufer
- Keller Parking: In Frankfurt extrem wertvoll (eigene Tiefgaragenstellplätze bis 50.000 €)
- Bürgersteig/Straße: Fluglärm-Belastungskarte prüfen
- Expat-Nachfrage: Englischsprachige Objekte leichter zu vermieten
- Finanzierungszusage vorab einholen – Markt ist extrem schnell
Checkliste: Kauf in Frankfurt
- ☑ Grunderwerbsteuer (6 %) eingerechnet?
- ☑ Fluglärm-Karte geprüft?
- ☑ Finanzierungszusage vor Besichtigung?
- ☑ Stellplatz/Garage mitgekauft oder separat möglich?
- ☑ Umland-Optionen verglichen?
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Haus kaufen in Frankfurt?
Beim Thema Haus kaufen in Frankfurt kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).
Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?
Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.
Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?
Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.
Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?
Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.
