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Ratgeber

Notartermin beim Hauskauf: Ablauf, Dauer und was danach kommt

Der Notartermin ist der entscheidende Moment beim Hauskauf. Was dort passiert, wie lange es dauert und was Sie vorbereiten müssen.

Stand: 2026-03-19 3 Min. Lesezeit
Notartermin beim Hauskauf: Ablauf, Dauer und was danach kommt
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Käufer (alle, die im Grundbuch eingetragen werden sollen)
  • Verkäufer (alle eingetragenen Eigentümer)
  • Notar (und ggf. Notargehilfe)
  • Optional: Makler (zur Klärung offener Punkte)

Der Notartermin ist der offizielle Moment des Immobilienkaufs. Nach der Unterschrift ist der Deal perfekt. Was passiert dort genau, wie läuft es ab – und was kommt danach?

Wer ist beim Notartermin dabei?

  • Käufer (alle, die im Grundbuch eingetragen werden sollen)
  • Verkäufer (alle eingetragenen Eigentümer)
  • Notar (und ggf. Notargehilfe)
  • Optional: Makler (zur Klärung offener Punkte)
  • Bank-Vertreter (selten, meist ist die Bank nicht persönlich anwesend)

Ablauf des Notartermins

Wichtig: Kaufvertragsentwurf mind. 2 Wochen vor Notartermin anfordern und rechtlich prüfen lassen. Gewährleistungsausschlüsse bei Bestandsimmobilien genau lesen — "gekauft wie gesehen" kann teuer werden. Sachverständigengutachten (500–1.200 €) vor Kauf kann zehntausende Euro Überraschungen verhindern.
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  1. Legitimation: Notar prüft Ausweise aller Beteiligten
  2. Vorlesung: Notar liest den gesamten Kaufvertrag laut vor (dauert 30-90 Minuten je nach Komplexität)
  3. Fragen: Alle offenen Fragen können vor der Unterschrift gestellt werden
  4. Unterschriften: Alle Beteiligten unterschreiben (und initialisieren alle Seiten)
  5. Notar unterschreibt: Beurkundet den Vertrag mit Siegel und Unterschrift

Wie lange dauert ein Notartermin?

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Typisch: 45-90 Minuten. Bei komplexen Verträgen (mehrere Objekte, Sondervereinbarungen) auch länger. Bei einfachen Wohnungskäufen oft 30-45 Minuten.

Notartermin Hauskauf Ablauf

Was Sie vorbereiten müssen

  • Personalausweis oder Reisepass (zwingend)
  • Steueridentifikationsnummer (für Grunderwerbsteuer)
  • Kontonummer für die Kaufpreiszahlung (Bankverbindung des Verkäufers)
  • Vollmacht, wenn ein Partner verhindert ist (muss notariell beglaubigt sein)

Was nach dem Notartermin passiert

  1. Auflassungsvormerkung wird ins Grundbuch eingetragen (Notar veranlasst das sofort)
  2. Grunderwerbsteuerbescheid kommt vom Finanzamt (innerhalb weniger Wochen)
  3. Notar gibt Zahlungsfreigabe, wenn alle Bedingungen erfüllt sind
  4. Kaufpreiszahlung durch die Bank
  5. Schlüsselübergabe (meist nach Kaufpreiszahlung)
  6. Grundbucheintrag (2-8 Wochen nach allem)

Kann man beim Notartermin noch verhandeln?

Formal ja – aber praktisch haben Sie den Vertragsentwurf 2 Wochen vorher erhalten. Änderungen am Termin sind unüblich und verzögern alles. Klären Sie alles VOR dem Termin.

Tipp: Lesen Sie den Vertragsentwurf sorgfältig und notieren Sie alle Fragen. Beim Notartermin selbst: Hören Sie gut zu und scheuen Sie sich nicht, nachzufragen.

Rechenbeispiel Baufinanzierung 2025

KaufpreisKredit (80 %)Rate/Monat*Benötigtes Nettoeink.
200.000 €160.000 €ca. 707 €mind. 2.000 €
300.000 €240.000 €ca. 1.060 €mind. 3.000 €
400.000 €320.000 €ca. 1.413 €mind. 4.000 €
500.000 €400.000 €ca. 1.767 €mind. 5.000 €

*Bei 3,3 % Zins, 2 % Tilgung, 10 Jahre Zinsbindung

Was Banken bei der Bonitätsprüfung wirklich prüfen

  • SCHUFA-Score: Mind. 90 % für gute Konditionen — unter 85 % werden Aufschläge oder Ablehnung wahrscheinlich
  • Beleihungsauslauf (LTV): Kredit/Immobilienwert. Unter 60 % = beste Zinsen. 80–90 % = deutliche Aufschläge
  • Haushaltsbuch: Einnahmen minus Ausgaben sollten nach Kreditrate >500 € frei verfügbar lassen
  • Beschäftigung: Mind. 6 Monate im gleichen Unternehmen, unbefristet — Probezeit ist problematisch

Häufige Fragen

Worauf kommt es bei Notartermin Hauskauf Ablauf an?
Das Wichtigste bei Notartermin Hauskauf Ablauf: fruehzeitig informieren, mehrere Angebote einholen, Förderungen nutzen und Nebenkosten nicht vergessen. Unabhaengige Beratung ist oft kostenlos und spart tausende Euro.
Was kostet der Notar beim Hauskauf?
Notargebühren: ca. 1,0–1,5 % des Kaufpreises (gesetzlich geregelt per GNotKG). Bei 300.000 €: 3.000–4.500 €. Dazu Grundbuchkosten: ca. 0,3–0,5 %. Gesamtrechnung Notar + Grundbuch: ca. 1.500–6.500 € je nach Kaufpreis. Kostenvoranschlag: Notar ist verpflichtet, ihn auf Anfrage zu geben.
Was sollte ich im Kaufvertrag prüfen?
Besonders wichtig: Gewährleistungsausschlüsse ("gekauft wie gesehen"), Übergabetermin und -bedingungen, Inventarliste (was bleibt in der Wohnung?), Lasten und Beschränkungen aus dem Grundbuch, Fälligkeit des Kaufpreises, Zustand eventueller Mieter/Pächter. Empfehlung: Anwalt oder Verbraucherschutzzentrale prüfen lassen (300–600 €).
Kann ich vom Kaufvertrag zurücktreten?
Nach Notartermin: sehr schwer. Rücktrittsrechte nur bei vertraglichen Rücktrittsvorbehalten (z.B. Finanzierungsvorbehalt) oder arglistiger Täuschung (versteckte Mängel). Ohne Rücktrittsklausel: Rücktritt kostet meist Vertragsstrafe (10–20 % des Kaufpreises). Vor Notartermin: jederzeit ohne Kosten — daher Finanzierungszusage vorher sicherstellen.
TR
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Finanzanalyst & Kapitalanlage-Experte
Unabhängiger Finanzanalyst mit Fokus auf Immobilienkapitalanlage und Baufinanzierungsstrategien. Thomas analysiert Renditechancen, Eigenkapitalrenditen und Fremdfinanzierungsquoten für private Investoren. Über 300 veröffentlichte Ratgeber zu Bauzinsen, Kapitalanlage-Immobilien, Denkmalschutz-AfA und steueroptimierter Finanzierungsstruktur.
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