Jedes Jahr aufs Neue: Mit dem Herbst kommen Frost, Sturm und steigende Heizkosten. Wer sein Haus oder seine Wohnung rechtzeitig vorbereitet, vermeidet Schäden und spart Energie.
Heizung und Warmwasser
- Heizung vor dem Winter warten lassen (Heizungsmonteur beauftragen)
- Heizkörper entlüften (gluckernd = Luft drin → Effizienz sinkt)
- Thermostatventile prüfen — klicken sie noch? Öl der Ventile nötig?
- Heizöl/Pellets rechtzeitig bestellen (Oktober günstiger als Januar)
- Warmwasserleitungen in unbeheizte Bereiche isolieren
Dach und Fassade
- Dachrinnen von Laub befreien (verstopfte Rinne → Wasserrückstau → Frostschäden)
- Dach auf Beschädigungen prüfen — Ziegel lose? Undicht?
- Fassadenrisse abdichten (Wasser einfriert und sprengt Putz)
Rohre und Wasserleitungen
- Außenwasserhähne absperren und Leitungen entleeren
- Gartendusche, Swimmingpool-Leitungen entleeren
- Kellerrohre in Außenwandnähe isolieren
- Wenn du längere Zeit nicht da bist: Wasser abstellen und Leitungen entleeren
Fenster und Türen
- Dichtungen prüfen (Papiertest: Papier zwischen Rahmen klemmen — zieht schwer = dicht)
- Rollläden prüfen — klemmen sie?
- Kellerfenster abdichten oder schließen
Außenbereich
- Gartenschläuche einlagern
- Streugut für Gehwegbelag bereitstellen (Räum- und Streupflicht!)
- Terrassenmöbel einlagern oder abdecken
- Pkw-Stellplatz auf Schiefstand prüfen (Wasserablauf)
Energiekosten-Tipp
Thermostat in ungenutzten Räumen auf 16 °C statt 20 °C: spart ca. 6 % Heizkosten pro Grad Absenkung. Nachtsabsenkung 22:00–06:00 Uhr auf 17 °C reduziert Jahresverbrauch um 10–15 %.
Was die Gebäudeversicherung deckt
Frostschäden an Rohren und Heizung sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung (Leitungswasser) gedeckt — wenn keine grobe Fahrlässigkeit (z.B. Haus ungeheizt verlassen) vorliegt.
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Haus winterfest machen?
Beim Thema Haus winterfest machen kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).
Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?
Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.
Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?
Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.
Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?
Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.
