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Immobilienmarkt Frankfurt Preise, Trends und Chancen

Frankfurt am Main — Finanzmetropole mit hohen Immobilienpreisen. Wie sich der Markt 2024/2025 entwickelt, wo Chancen liegen und was Käufer wissen müssen.

Stand: 2025-04-05 3 Min. Lesezeit
Immobilienmarkt Frankfurt Preise, Trends und Chancen
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Sachsenhausen, Westend, Bornheim: Toplagen, 7.000–9.000 €/m² ETW
  • Nordend, Bockenheim, Rödelheim: Beliebt, 5.500–7.500 €/m²
  • Höchst, Sossenheim, Nied: Günstigere Lagen, ab 4.000 €/m²
  • Umland (Bad Homburg, Offenbach, Dreieich): Deutlich günstiger, 3.500–5.500 €/m²

Frankfurt am Main ist Deutschlands Finanzzentrum und gleichzeitig einer der dynamischsten Immobilienmärkte des Landes. Hohe Gehälter, starke internationale Nachfrage und eine boomende Wirtschaft treiben die Preise — auch wenn der Markt sich nach den Hochpreisen 2021/22 etwas beruhigt hat.

Aktuelle Marktlage (2024/2026)

Nach dem Preisrückgang 2022/23 hat sich der Frankfurter Immobilienmarkt stabilisiert. Die Preise liegen deutlich unter dem Hochpunkt 2021, aber noch immer auf hohem Niveau. Wer jetzt kauft, kann von der Entspannung profitieren — ohne auf Qualität verzichten zu müssen.

Preisniveaus in Frankfurt (ca. 2024/2026)

ObjekttypPreisspanneDurchschnitt
Eigentumswohnung (ETW)4.500–8.500 €/m²ca. 6.200 €/m²
Einfamilienhaus (EFH)700.000–1.500.000 €ca. 950.000 €
Reihenhaus550.000–900.000 €ca. 680.000 €
Neubau ETW6.500–10.000 €/m²ca. 7.800 €/m²

Quellen: Immoscout24, LBS, eigene Recherche 2024/25. Werte variieren stark je nach Lage und Zustand.

Preisgefälle nach Stadtteilen

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  • Sachsenhausen, Westend, Bornheim: Toplagen, 7.000–9.000 €/m² ETW
  • Nordend, Bockenheim, Rödelheim: Beliebt, 5.500–7.500 €/m²
  • Höchst, Sossenheim, Nied: Günstigere Lagen, ab 4.000 €/m²
  • Umland (Bad Homburg, Offenbach, Dreieich): Deutlich günstiger, 3.500–5.500 €/m²

Warum ist Frankfurt so teuer?

  • Finanzsektor: EZB, Deutsche Bank, Commerzbank, große Kanzleien — internationale Gehaltsniveaus
  • Brexit-Effekt: Viele Unternehmen siedelten nach Frankfurt um
  • Flughafennähe: Internationale Erreichbarkeit
  • Knappes Angebot: Frankfurt ist geografisch begrenzt, Bauland selten
  • Umland gewinnt: Pendeln wird attraktiver, wenn Preise in der Stadt weiter hoch sind
  • Energieeffizienz entscheidend: Altbau ohne Sanierung wird schwerer zu vermieten und verkaufen
  • Zinsnormalisierung: Nach Hochzinsphase kehrt Käuferinteresse schrittweise zurück
  • Mikrowohnungen: Kleine Einheiten unter 40 m² für Pendler und Berufstätige gefragt

Baufinanzierung in Frankfurt: Was du wissen musst

  • Grunderwerbsteuer Hessen: 6,0 % — bei 700.000 € EFH = 42.000 € Steuer
  • Maklerprovision: 5,95 % (hälftig geteilt) — ca. 20.000–40.000 € je nach Kaufpreis
  • Eigenkapital: Mindestens 20–25 % nötig, besser 30 %
  • Finanzierungsvolumen 600.000–800.000 € für ein EFH ist keine Seltenheit

Wo gibt es noch Chancen?

  • Sanierungsbedürftige Objekte: Günstigerer Einstiegspreis, Förderprogramme für Sanierung
  • Westliche Stadtteile: Höchst, Nied, Sindlingen — noch unterbewertet
  • Umlandgemeinden: Langen, Dreieich, Darmstadt — 30–50 % günstiger mit guter S-Bahn-Anbindung
  • Gewerbe-zu-Wohn-Umwandlungen: Ehemalige Büros werden zu Wohnungen, oft günstigere Einstiegspreise

Fazit

Frankfurt bleibt eines der teuersten Pflaster in Deutschland — aber auch einer der attraktivsten Märkte für langfristige Kapitalanlage. Wer kauft, sollte mit starkem Eigenkapital kommen und die günstigeren Stadtteile und das Umland nicht außer Acht lassen.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Immobilienmarkt Frankfurt Preise, Trends und Chancen?

Beim Thema Immobilienmarkt Frankfurt Preise, Trends und Chancen kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

MB
Artikel von
Immobilienökonom (B.Sc.)
Immobilienökonom
Immobilienökonom (B.Sc.) mit Schwerpunkt auf regionalen Immobilienmärkten und standortabhängiger Baufinanzierung. Michael analysiert Kaufpreisfaktoren, Grunderwerbsteuer-Unterschiede zwischen den Bundesländern und Beleihungsausläufe. Autor zahlreicher Stadtmarkt-Reports zu Berlin, München, Hamburg und weiteren Wachstumsregionen.
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