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Immobilienmarkt München Preise, Lagen und Prognose

München ist und bleibt der teuerste Immobilienmarkt Deutschlands. Wie sich die Preise 2024/2025 entwickeln, wo noch Chancen sind und was die Baufinanzierung ...

Stand: 2025-06-15 3 Min. Lesezeit
Immobilienmarkt München Preise, Lagen und Prognose
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Bogenhausen, Maxvorstadt, Schwabing: Premium, 10.000–14.000 €/m²
  • Schwabing-West, Haidhausen, Au: Sehr beliebt, 8.000–11.000 €/m²
  • Giesing, Neuperlach, Moosach: Günstiger, 6.000–8.000 €/m²
  • Umland (Unterschleißheim, Erding, Dachau): 5.000–7.500 €/m² — deutlich günstiger bei guter S-Bahn

München ist seit Jahrzehnten der teuerste Immobilienmarkt Deutschlands — und es gibt wenig Anzeichen, dass sich das grundlegend ändert. Trotz leichten Preisrückgängen 2022/23 liegt München weit vor Berlin, Hamburg oder Frankfurt. Hier ist der aktuelle Stand.

Aktuelle Preisniveaus München (2024/2026)

ObjekttypPreisspanneDurchschnitt
Eigentumswohnung (ETW)6.000–14.000 €/m²ca. 8.500 €/m²
Einfamilienhaus (EFH)1.000.000–3.000.000 €ca. 1.500.000 €
Reihenhaus750.000–1.400.000 €ca. 950.000 €
Neubau ETW9.000–15.000 €/m²ca. 11.000 €/m²

Werte ca. 2024/25. Stark lageabhängig, Luxussegment deutlich darüber.

Preisgefälle nach Stadtteilen

  • Bogenhausen, Maxvorstadt, Schwabing: Premium, 10.000–14.000 €/m²
  • Schwabing-West, Haidhausen, Au: Sehr beliebt, 8.000–11.000 €/m²
  • Giesing, Neuperlach, Moosach: Günstiger, 6.000–8.000 €/m²
  • Umland (Unterschleißheim, Erding, Dachau): 5.000–7.500 €/m² — deutlich günstiger bei guter S-Bahn

Warum München so teuer ist

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  • Wirtschaftsstärke: BMW, MAN, Siemens, Allianz, MunichRe — Top-Arbeitgeber mit hohen Gehältern
  • Zuzugsdruck: München wächst konstant, Bauland ist Mangelware
  • Lebensqualität: Isar, Alpen, kulturelles Angebot — internationale Attraktivität
  • Geographische Begrenzung: Stadtgebiet eng, Erweiterung schwierig

Entwicklung 2022–2026

  • 2021 (Hochpunkt): ETW-Durchschnitt ~9.500 €/m², einige Lagen über 12.000 €
  • 2022–2023 (Zinsanstieg): Preisrückgang 10–15 %, Markt stark abgekühlt
  • 2024–2025 (Erholung): Langsame Stabilisierung, selektive Nachfrageerholung

Baufinanzierung in München

  • Grunderwerbsteuer Bayern: 3,5 % — günstigste in Deutschland! Bei 900.000 € = 31.500 €
  • Maklerprovision: 3,57 % (hälftig) → bei 900.000 € = 32.000 €
  • Notar + Grundbuch: ca. 2 % = 18.000 €
  • Eigenkapital 25–30 %: bei 900.000 € = 225.000–270.000 € nötig
  • Typische Finanzierung: 600.000–900.000 € — sehr hohe Raten

Bayerns 3,5 % GrESt ist ein kleiner Vorteil gegenüber anderen Bundesländern — aber angesichts der Kaufpreise trotzdem eine große absolute Summe.

Chancen im Münchner Markt 2026

  • Sanierungsbedürftige Altbauten: Unter Marktpreis kaufen + Förderung für Sanierung nutzen
  • Randlagen: Aubing, Allach, Riem — günstiger mit U-Bahn
  • Umland mit S-Bahn: Fürstenfeldbruck, Germering, Starnberg, Dachau
  • Off-Market Kaufen: Über Netzwerke vor Markteintritt kaufen

Prognose

Mittel- bis langfristig bleiben Münchner Immobilien stabil hoch bewertet. Der Markt erholt sich langsam von den Zinsschocks 2022/23. Wer kaufen will: jetzt ist ein relativ günstiger Einstiegspunkt — günstiger als 2021, aber mit besserer Perspektive als 2023.

Fazit

München ist für viele Menschen kaum erschwinglich — aber für diejenigen, die es sich leisten können, bleibt es einer der wertstabilsten Märkte Europas. Wer kauft, braucht erhebliches Eigenkapital und eine starke Finanzierungsstruktur. Die bayerische Grunderwerbsteuer (3,5 %) ist zumindest ein kleiner Kostenvorteil in einem teuren Markt.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Immobilienmarkt München Preise, Lagen und Prognose?

Beim Thema Immobilienmarkt München Preise, Lagen und Prognose kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

MB
Artikel von
Immobilienökonom (B.Sc.)
Immobilienökonom
Immobilienökonom (B.Sc.) mit Schwerpunkt auf regionalen Immobilienmärkten und standortabhängiger Baufinanzierung. Michael analysiert Kaufpreisfaktoren, Grunderwerbsteuer-Unterschiede zwischen den Bundesländern und Beleihungsausläufe. Autor zahlreicher Stadtmarkt-Reports zu Berlin, München, Hamburg und weiteren Wachstumsregionen.
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Review & Freigabe: Stephan Czaja, CXMXO · Zur Redaktion →
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