Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist Pflicht für viele Förderungen — und sehr nützlich.
Das Wichtigste im Überblick
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist Pflicht für viele Förderungen — und sehr nützlich. Dieser Ratgeber hilft dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen — mit konkreten Tipps und echten Zahlen statt Allgemeinplätzen.
Warum das Thema so wichtig ist

Eine Baufinanzierung ist eine langfristige Verpflichtung — oft 20–30 Jahre. Fehler in der Planung oder beim Vergleich können zehntausende Euro kosten. Deshalb lohnt es sich, dieses Thema gründlich zu verstehen.
Schritt für Schritt zum Ziel
- Situation analysieren: Wo stehst du? Eigenkapital, Einkommen, Bonität, Familienplanung
- Optionen recherchieren: Was sind die Möglichkeiten in deiner Situation?
- Vergleichen: Mindestens 3–5 Angebote einholen — nicht nur online, auch bei Vermittlern
- Förderungen beantragen: Vor dem Abschluss — nachträglich ist meist nicht möglich
- Abschließen: Mit dem besten Angebot, der richtigen Zinsbindung und Sondertilgungsrecht
Häufige Fehler in diesem Bereich
- Nur auf den Nominalzins schauen (der Effektivzins ist entscheidend)
- Nebenkosten nicht einkalkuliert (10–15% extra)
- Zu kurze Zinsbindung gewählt (10 Jahre Minimum, 15–20 besser)
- Kein Sondertilgungsrecht vereinbart
- Förderungen nicht vor Baubeginn beantragt
Checkliste
- ✓ Bonität und SCHUFA geprüft
- ✓ Budget realistisch kalkuliert (inkl. aller Nebenkosten)
- ✓ Mindestens 3 Angebote verglichen
- ✓ KfW und Landesförderung gecheckt
- ✓ Zinsbindung mindestens 10 Jahre gewählt
- ✓ Sondertilgungsrecht (mind. 5% p.a.) vereinbart
Mit diesem Wissen bist du gut vorbereitet. Nutze unseren Baufinanzierungs-Rechner für konkrete Zahlen zu deiner Situation.
Rechenbeispiel Baufinanzierung 2025
| Kaufpreis | Kredit (80 %) | Rate/Monat* | Benötigtes Nettoeink. |
|---|---|---|---|
| 200.000 € | 160.000 € | ca. 707 € | mind. 2.000 € |
| 300.000 € | 240.000 € | ca. 1.060 € | mind. 3.000 € |
| 400.000 € | 320.000 € | ca. 1.413 € | mind. 4.000 € |
| 500.000 € | 400.000 € | ca. 1.767 € | mind. 5.000 € |
*Bei 3,3 % Zins, 2 % Tilgung, 10 Jahre Zinsbindung
Was Banken bei der Bonitätsprüfung wirklich prüfen
- SCHUFA-Score: Mind. 90 % für gute Konditionen — unter 85 % werden Aufschläge oder Ablehnung wahrscheinlich
- Beleihungsauslauf (LTV): Kredit/Immobilienwert. Unter 60 % = beste Zinsen. 80–90 % = deutliche Aufschläge
- Haushaltsbuch: Einnahmen minus Ausgaben sollten nach Kreditrate >500 € frei verfügbar lassen
- Beschäftigung: Mind. 6 Monate im gleichen Unternehmen, unbefristet — Probezeit ist problematisch
Häufige Fragen
- Worauf kommt es bei Sanierungsfahrplan Gebaeude an?
- Das Wichtigste bei Sanierungsfahrplan Gebaeude: fruehzeitig informieren, mehrere Angebote einholen, Förderungen nutzen und Nebenkosten nicht vergessen. Unabhaengige Beratung ist oft kostenlos und spart tausende Euro.
- Welche Sanierungen werden staatlich gefördert?
- KfW fördert energetische Maßnahmen: Dämmung (Fassade, Dach, Keller), Fenster-/Türtausch, Heizungstausch (v.a. Wärmepumpe, Pellets), Lüftung. KfW 261 (Komplettsanierung auf EH-Standard): bis 150.000 € pro Wohneinheit, Tilgungszuschuss bis 45.000 €. Bundesamt für Wirtschaft (BAFA): 15–70 % Zuschuss für Einzelmaßnahmen.
- Kann ich Sanierungskosten von der Steuer absetzen?
- Eigennutzer: § 35c EStG — 20 % der Sanierungskosten (max. 40.000 €) über 3 Jahre absetzbar. Voraussetzung: Energieeffizienz-Maßnahme, Fachunternehmen, Bescheinigung. Vermieter: Sanierungskosten als Erhaltungsaufwand oder Herstellungskosten (über AfA) absetzbar — je nach Art der Maßnahme. Steuerberater konsultieren.
- Was kostet eine energetische Vollsanierung?
- Vollsanierung eines Einfamilienhauses (120 m²) auf KfW-Effizienzhaus-Standard: 80.000–200.000 €, je nach Ausgangszustand und angestrebtem Standard. Typisch: Fassadendämmung 20.000–40.000 €, Dach 15.000–30.000 €, neue Fenster 15.000–30.000 €, Heizung 15.000–35.000 €. Vor Auftragserteilung: mehrere Handwerker-Angebote einholen.

