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Ratgeber

Individueller Sanierungsfahrplan: Was ist das und wie beantrage ich ihn?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist Pflicht für viele

Stand: 2025-04-07 3 Min. Lesezeit
Individueller Sanierungsfahrplan: Was ist das und wie beantrage ich ihn?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Situation analysieren: Wo stehst du? Eigenkapital, Einkommen, Bonität, Familienplanung
  • Optionen recherchieren: Was sind die Möglichkeiten in deiner Situation?
  • Vergleichen: Mindestens 3–5 Angebote einholen — nicht nur online, auch bei Vermittlern
  • Förderungen beantragen: Vor dem Abschluss — nachträglich ist meist nicht möglich
Sanierungsfahrplan Gebaeude

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist Pflicht für viele Förderungen — und sehr nützlich.

Das Wichtigste im Überblick

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist Pflicht für viele Förderungen — und sehr nützlich. Dieser Ratgeber hilft dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen — mit konkreten Tipps und echten Zahlen statt Allgemeinplätzen.

Warum das Thema so wichtig ist

Praxis-Tipp: Mindestens 3 unabhängige Angebote einholen — Hausbank + 2 Vergleichsrechner. Zinsunterschiede von 0,5 % bei 280.000 € Kredit ergeben 14.000 € Mehrkosten über 10 Jahre. Sondertilgungsrecht (min. 5 %) im Vertrag festhalten — kostet wenige Basispunkte, schafft Flexibilität.
Checkliste Baufinanzierung

Eine Baufinanzierung ist eine langfristige Verpflichtung — oft 20–30 Jahre. Fehler in der Planung oder beim Vergleich können zehntausende Euro kosten. Deshalb lohnt es sich, dieses Thema gründlich zu verstehen.

Schnell-Check: Hast du mindestens 3 verschiedene Finanzierungsangebote eingeholt? Hast du KfW und Landesförderung geprüft? Ist deine monatliche Rate unter 35% deines Nettoeinkommens? Wenn du alle drei mit "Ja" beantwortest — gut. Wenn nicht — dieser Guide hilft.

Schritt für Schritt zum Ziel

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  1. Situation analysieren: Wo stehst du? Eigenkapital, Einkommen, Bonität, Familienplanung
  2. Optionen recherchieren: Was sind die Möglichkeiten in deiner Situation?
  3. Vergleichen: Mindestens 3–5 Angebote einholen — nicht nur online, auch bei Vermittlern
  4. Förderungen beantragen: Vor dem Abschluss — nachträglich ist meist nicht möglich
  5. Abschließen: Mit dem besten Angebot, der richtigen Zinsbindung und Sondertilgungsrecht

Häufige Fehler in diesem Bereich

  • Nur auf den Nominalzins schauen (der Effektivzins ist entscheidend)
  • Nebenkosten nicht einkalkuliert (10–15% extra)
  • Zu kurze Zinsbindung gewählt (10 Jahre Minimum, 15–20 besser)
  • Kein Sondertilgungsrecht vereinbart
  • Förderungen nicht vor Baubeginn beantragt

Checkliste

  • ✓ Bonität und SCHUFA geprüft
  • ✓ Budget realistisch kalkuliert (inkl. aller Nebenkosten)
  • ✓ Mindestens 3 Angebote verglichen
  • ✓ KfW und Landesförderung gecheckt
  • ✓ Zinsbindung mindestens 10 Jahre gewählt
  • ✓ Sondertilgungsrecht (mind. 5% p.a.) vereinbart

Mit diesem Wissen bist du gut vorbereitet. Nutze unseren Baufinanzierungs-Rechner für konkrete Zahlen zu deiner Situation.

Rechenbeispiel Baufinanzierung 2025

KaufpreisKredit (80 %)Rate/Monat*Benötigtes Nettoeink.
200.000 €160.000 €ca. 707 €mind. 2.000 €
300.000 €240.000 €ca. 1.060 €mind. 3.000 €
400.000 €320.000 €ca. 1.413 €mind. 4.000 €
500.000 €400.000 €ca. 1.767 €mind. 5.000 €

*Bei 3,3 % Zins, 2 % Tilgung, 10 Jahre Zinsbindung

Was Banken bei der Bonitätsprüfung wirklich prüfen

  • SCHUFA-Score: Mind. 90 % für gute Konditionen — unter 85 % werden Aufschläge oder Ablehnung wahrscheinlich
  • Beleihungsauslauf (LTV): Kredit/Immobilienwert. Unter 60 % = beste Zinsen. 80–90 % = deutliche Aufschläge
  • Haushaltsbuch: Einnahmen minus Ausgaben sollten nach Kreditrate >500 € frei verfügbar lassen
  • Beschäftigung: Mind. 6 Monate im gleichen Unternehmen, unbefristet — Probezeit ist problematisch

Häufige Fragen

Worauf kommt es bei Sanierungsfahrplan Gebaeude an?
Das Wichtigste bei Sanierungsfahrplan Gebaeude: fruehzeitig informieren, mehrere Angebote einholen, Förderungen nutzen und Nebenkosten nicht vergessen. Unabhaengige Beratung ist oft kostenlos und spart tausende Euro.
Welche Sanierungen werden staatlich gefördert?
KfW fördert energetische Maßnahmen: Dämmung (Fassade, Dach, Keller), Fenster-/Türtausch, Heizungstausch (v.a. Wärmepumpe, Pellets), Lüftung. KfW 261 (Komplettsanierung auf EH-Standard): bis 150.000 € pro Wohneinheit, Tilgungszuschuss bis 45.000 €. Bundesamt für Wirtschaft (BAFA): 15–70 % Zuschuss für Einzelmaßnahmen.
Kann ich Sanierungskosten von der Steuer absetzen?
Eigennutzer: § 35c EStG — 20 % der Sanierungskosten (max. 40.000 €) über 3 Jahre absetzbar. Voraussetzung: Energieeffizienz-Maßnahme, Fachunternehmen, Bescheinigung. Vermieter: Sanierungskosten als Erhaltungsaufwand oder Herstellungskosten (über AfA) absetzbar — je nach Art der Maßnahme. Steuerberater konsultieren.
Was kostet eine energetische Vollsanierung?
Vollsanierung eines Einfamilienhauses (120 m²) auf KfW-Effizienzhaus-Standard: 80.000–200.000 €, je nach Ausgangszustand und angestrebtem Standard. Typisch: Fassadendämmung 20.000–40.000 €, Dach 15.000–30.000 €, neue Fenster 15.000–30.000 €, Heizung 15.000–35.000 €. Vor Auftragserteilung: mehrere Handwerker-Angebote einholen.
SM
Artikel von
Zert. Finanzberaterin (IHK)
Baufinanzierungs-Expertin
Zertifizierte Finanzberaterin (IHK) mit 12 Jahren Erfahrung in der Baufinanzierungsberatung. Sandra begleitet Erst- und Wiederholungskäufer von der Bonitätsprüfung über die Zinsbindungswahl bis zur Anschlussfinanzierung. Schwerpunkte: Annuitätendarlehen, Tilgungsstrategien, KfW-Förderprogramme und Finanzierungsstrukturierung für Eigennutzer.
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Review & Freigabe: Stephan Czaja, CXMXO · Zur Redaktion →
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