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Sozialwohnung beantragen: Wie funktioniert der Wohnberechtigungsschein?

Sozialwohnungen bieten günstige Mieten — aber wer hat Anspruch? Wie Jetzt informieren und bei der Baufinanzierung Tausende Euro Zinsen sparen.

Stand: 2024-05-20 3 Min. Lesezeit
Sozialwohnung beantragen: Wie funktioniert der Wohnberechtigungsschein?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Zuständiges Wohnungsamt (in der Gemeinde des Hauptwohnsitzes) aufsuchen
  • Antrag ausfüllen mit: Personalausweis, Einkommensnachweise (letzter Steuerbescheid oder Einkommenssteuererklärung), gg
  • Wohnungsamt prüft Antrag: ca. 2–6 Wochen
  • WBS wird für 1 Jahr ausgestellt (verlängerbar)
Sozialwohnung beantragen: Wie funktioniert der Wohnberechtigungsschein?

Sozialwohnungen bieten oft 20–40 % günstigere Mieten als der freie Markt. Doch nicht jeder hat Anspruch darauf — der Wohnberechtigungsschein (WBS) ist die Zugangsberechtigung.

Was ist ein Wohnberechtigungsschein?

Der WBS ist ein amtliches Dokument, das bescheinigt, dass eine Person berechtigt ist, eine geförderte Sozialwohnung zu beziehen. Er wird vom zuständigen Wohnungsamt ausgestellt und ist in der Regel 1 Jahr gültig.

Wer hat Anspruch auf einen WBS?

Grundsätzlich alle deutschen Staatsbürger und bestimmte ausländische Personen (EU-Bürger, anerkannte Geflüchtete etc.). Die entscheidende Voraussetzung: Einkommensgrenze.

Einkommensgrenzen (§ 9 WoFG)

HaushaltsgrößeEinkommensgrenze pro Jahr
1 Person12.000 €
2 Personen18.000 €
+ je weitere Person+ 4.100 €
+ je Kind+ 500 €

Hinweis: Bundesländer können eigene (höhere) Grenzen festlegen. Berlin und Hamburg haben deutlich höhere Grenzen — bis zu 25.000 € für Einzelpersonen möglich.

So beantragen Sie den WBS

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  1. Zuständiges Wohnungsamt (in der Gemeinde des Hauptwohnsitzes) aufsuchen
  2. Antrag ausfüllen mit: Personalausweis, Einkommensnachweise (letzter Steuerbescheid oder Einkommenssteuererklärung), ggf. Mietbescheinigung
  3. Wohnungsamt prüft Antrag: ca. 2–6 Wochen
  4. WBS wird für 1 Jahr ausgestellt (verlängerbar)

WBS-Typen: Was bedeuten die Zahlen?

Manchmal ist auf dem WBS eine Zahl vermerkt — z.B. "WBS 100" oder "WBS 140". Diese gibt die maximale Fördermiete an, die die Wohnung haben darf. Je höher die Zahl, desto mehr Wohnungen stehen zur Auswahl:

  • WBS 100: Standardwohnungen
  • WBS 140: Wohnungen für Personen mit besonderem Wohnbedarf (z.B. Rollstuhlnutzer)

Was tun mit dem WBS?

Mit dem WBS bewerben Sie sich auf freie Sozialwohnungen:

  • Wohnungsbaugesellschaften kontaktieren (SAGA, degewo etc.)
  • Wohnungsamt-Pinnwand oder Online-Portal der Stadt nutzen
  • Genossenschaftswohnungen prüfen (oft kein WBS nötig, aber günstiger)

Tipps für die Wohnungssuche mit WBS

  • Frühzeitig beantragen — WBS kann schon ohne konkrete Wohnungssuche ausgestellt werden
  • Bei mehreren Städten: WBS gilt nur in der ausstellenden Gemeinde
  • Immer mehrere Gesellschaften kontaktieren
  • WBS rechtzeitig verlängern (1 Monat vor Ablauf)

Fazit

Der WBS ist der Schlüssel zu günstigem Wohnraum in angespannten Märkten. Wer die Einkommensgrenzen erfüllt, sollte ihn unbedingt beantragen — auch wenn man gerade noch keine Wohnung sucht. Die Wartezeiten für Sozialwohnungen sind lang; früh registrieren lohnt sich.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Sozialwohnung beantragen?

Beim Thema Sozialwohnung beantragen kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

TR
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Unabhängiger Finanzanalyst mit Fokus auf Immobilienkapitalanlage und Baufinanzierungsstrategien. Thomas analysiert Renditechancen, Eigenkapitalrenditen und Fremdfinanzierungsquoten für private Investoren. Über 300 veröffentlichte Ratgeber zu Bauzinsen, Kapitalanlage-Immobilien, Denkmalschutz-AfA und steueroptimierter Finanzierungsstruktur.
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