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Wohngebäudeversicherung bei der Baufinanzierung: Was Banken verlangen

Die meisten Banken verlangen eine Wohngebäudeversicherung als Jetzt informieren und bei der Baufinanzierung Tausende Euro Zinsen sparen.

Stand: 2025-12-06 2 Min. Lesezeit
Wohngebäudeversicherung bei der Baufinanzierung: Was Banken verlangen
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
  • Leitungswasser (Rohrbrüche, austretendes Wasser)
  • Sturm und Hagel (ab Windstärke 8)
  • Mitversicherte Risiken (Elementar/Überschwemmung wichtig?)

Fast jede Bank verlangt bei einer Baufinanzierung den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung. Warum das so ist, was sie abdecken muss und wie Sie nicht zu viel bezahlen.

Warum verlangen Banken eine Versicherung?

Das Haus dient der Bank als Sicherheit (Grundschuld). Wenn das Haus abbrennt und nicht versichert ist, verliert die Bank ihre Sicherheit – obwohl Sie noch den vollen Kredit schulden. Die Versicherung schützt also primär die Bank, aber natürlich auch Sie.

Was muss die Versicherung abdecken?

Banken verlangen typischerweise eine Police, die mindestens abdeckt:

  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
  • Leitungswasser (Rohrbrüche, austretendes Wasser)
  • Sturm und Hagel (ab Windstärke 8)

Viele Versicherungen decken auch Überschwemmung, Elementarschäden und Einbruchdiebstahl – diese sind meist optional, aber sinnvoll.

Kann die Bank eine bestimmte Versicherung vorschreiben?

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Nein. Eine Bank darf nicht vorschreiben, bei welcher Versicherung Sie sich versichern. Das wäre eine unlautere Kopplung. Sie können frei wählen – müssen aber den Nachweis der Versicherung vorlegen.

Wohngebäude-Versicherung: Deckungssumme richtig wählen

Die Deckungssumme sollte dem Neubauwert entsprechen – dem Betrag, der nötig wäre, das Haus komplett neu zu bauen. Nicht dem Marktwert! Ein gut gelegenes Haus hat einen hohen Marktwert, aber der Neubauwert ist oft niedriger.

Unterversicherung vermeiden: Wenn die Deckungssumme zu niedrig ist, zahlt die Versicherung im Schadensfall nur anteilig. Das heißt: 50 % Deckung → 50 % Erstattung, egal wie hoch der Schaden ist.

Wo abschließen?

Vergleichen Sie Angebote über unabhängige Vergleicher. Wichtig: Nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf:

  • Mitversicherte Risiken (Elementar/Überschwemmung wichtig?)
  • Selbstbehalt (0 Euro Selbstbehalt kostet mehr, gibt aber bessere Planbarkeit)
  • Kündigungsfristen und Flexibilität

Zusammenfassung

Wohngebäudeversicherung ist bei Baufinanzierungen Pflicht – aber Sie haben Wahlfreiheit. Vergleichen lohnt sich: Unterschiede von 30-50 % bei gleichem Leistungsumfang sind keine Seltenheit.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Wohngebäudeversicherung bei der Baufinanzierung?

Beim Thema Wohngebäudeversicherung bei der Baufinanzierung kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

SM
Artikel von
Zert. Finanzberaterin (IHK)
Baufinanzierungs-Expertin
Zertifizierte Finanzberaterin (IHK) mit 12 Jahren Erfahrung in der Baufinanzierungsberatung. Sandra begleitet Erst- und Wiederholungskäufer von der Bonitätsprüfung über die Zinsbindungswahl bis zur Anschlussfinanzierung. Schwerpunkte: Annuitätendarlehen, Tilgungsstrategien, KfW-Förderprogramme und Finanzierungsstrukturierung für Eigennutzer.
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