
München ist einer der teuersten Immobilienmärkte Europas. Trotzdem kaufen hier jedes Jahr tausende Menschen eine Wohnung. Wie funktioniert das?
Aktuelle Preise in München (2026)
| Stadtteil | Preis/m² (ca.) |
|---|---|
| Altstadt, Maxvorstadt, Schwabing | 11.000–18.000 € |
| Bogenhausen, Harlaching, Solln | 9.000–14.000 € |
| Sendling, Neuhausen, Nymphenburg | 8.000–12.000 € |
| Moosach, Hadern, Riem | 6.500–9.500 € |
| Stadtrand (Pasing, Berg am Laim) | 5.500–8.000 € |
Was für 500.000 € in München möglich ist
- 2-Zimmer-Wohnung (55–65 m²) im mittleren Ring
- 3-Zimmer-Wohnung (70–80 m²) am Stadtrand
- Kleines Haus im Umland (30–50 km Entfernung)
Alternativen: Münchner Umland
Wer sich München nicht leisten kann, prüft das Umland:
- Dachau, Freising, Erding: 5.000–7.000 €/m²
- Fürstenfeldbruck, Starnberg: 6.000–9.000 €/m²
- Landsberg am Lech, Rosenheim: 4.000–6.000 €/m²
Tipps für den Münchner Markt
- Schnell sein: Gute Wohnungen sind oft innerhalb von Tagen weg
- Finanzierungszusage vorher einholen: Verkäufer akzeptieren keine ungesicherten Käufer
- Bieterverfahren kennen: In München sehr häufig
- Makler direkt ansprechen: Viele Objekte werden nicht öffentlich inseriert
- Netzwerk nutzen: Freunde, Kollegen, Community-Gruppen
Neubau vs. Altbau in München
Neubau: Höherer Preis (oft 12.000+ €/m²), aber Energie-A-Klasse, keine Sanierungspflichten, oft Tiefgarage. Altbau: Günstigerer Einstieg möglich, oft bessere Lagen, aber Sanierungsrisiko einplanen.
Checkliste: Wohnungskauf in München
- ☑ Finanzierungszusage der Bank vor erstem Besichtigungstermin?
- ☑ Preise in verschiedenen Stadtteilen und Umland verglichen?
- ☑ Makler in München aufgebaut (für Off-Market-Objekte)?
- ☑ WEG-Unterlagen sofort nach Exposé-Erhalt angefordert?
- ☑ Bieterverfahren-Strategie (Maximalpreis) festgelegt?
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Wohnung kaufen in München?
Beim Thema Wohnung kaufen in München kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).
Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?
Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.
Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?
Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.
Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?
Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.
