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Wohnungsbaugesellschaft: Was steckt dahinter und wie mietet man dort?

Wohnungsbaugesellschaften bieten oft günstigere Mieten als private Vermieter. Wie funktionieren sie, und wie kommt man an eine Wohnung?

Stand: 2024-06-12 3 Min. Lesezeit
Wohnungsbaugesellschaft: Was steckt dahinter und wie mietet man dort?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Kommunale Wohnungsgesellschaften: Gehören der Stadt oder Gemeinde, z.B. SAGA (Hamburg), GEWOBAG/degewo (Berlin), GBW (M
  • Genossenschaftliche Wohnungsunternehmen: Mitglieder-Modell, z.B. Neue Heimat, Baugenossenschaft Hamburg
  • Landeseigene Gesellschaften: Gehören dem Bundesland, z.B. Städtische Wohnungsbaugesellschaft Bayern
  • Oft 10–30 % unter der ortsüblichen Vergleichsmiete
Wohnungsbaugesellschaft: Was steckt dahinter und wie mietet man dort?

Wohnungsbaugesellschaften und kommunale Wohnungsunternehmen verwalten Millionen von Mietwohnungen in Deutschland. Sie bieten oft günstigere Mieten als private Vermieter — aber wie bekommt man dort eine Wohnung?

Was ist eine Wohnungsbaugesellschaft?

Wohnungsbaugesellschaften (kurz: WBG) sind Unternehmen, deren Kernaufgabe die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums ist. Es gibt verschiedene Typen:

  • Kommunale Wohnungsgesellschaften: Gehören der Stadt oder Gemeinde, z.B. SAGA (Hamburg), GEWOBAG/degewo (Berlin), GBW (München)
  • Genossenschaftliche Wohnungsunternehmen: Mitglieder-Modell, z.B. Neue Heimat, Baugenossenschaft Hamburg
  • Landeseigene Gesellschaften: Gehören dem Bundesland, z.B. Städtische Wohnungsbaugesellschaft Bayern

Gemeinsam: Sie verfolgen soziale Wohnraumziele und sind oft nicht primär gewinnorientiert.

Vorteile gegenüber privatem Vermieter

  • Oft 10–30 % unter der ortsüblichen Vergleichsmiete
  • Professionelle Hausverwaltung, schnelle Reaktion auf Mängel
  • Mietpreissicherheit: meist niedrigere Mieterhöhungen
  • Soziale Mieterauswahl: Bewerber mit geringem Einkommen bevorzugt
  • Kündigung seltener als bei privaten Vermietern

Wie bekomme ich eine Wohnung bei einer WBG?

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Schritt 1: Berechtigung prüfen

Viele WBG-Wohnungen sind Sozialwohnungen und erfordern einen Wohnberechtigungsschein (WBS):

  • WBS wird beim Wohnungsamt beantragt
  • Einkommensgrenze: je nach Personenzahl und Bundesland (Beispiel Berlin: 1-Personen-HH max. 16.800 € Jahreseinkommen)
  • Bestimmte WBG-Wohnungen sind frei — kein WBS nötig

Schritt 2: Registrieren und Warteliste

Die meisten WBGs haben Wartelisten. Registrierung oft über Website möglich. Wartezeit: 1–5 Jahre in Großstädten. Wichtig: Früh registrieren, auch wenn man noch keine Wohnung sucht.

Schritt 3: Bewerbung auf konkrete Angebote

Wohnungsangebote erscheinen auf der WBG-Website oder im Mieterportal. Schnell bewerben: Unterlagen bereithalten (Gehaltsnachweise, ggf. WBS, Schufa).

Bekannte Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland

StadtGesellschaftWohneinheiten
Berlindegewo, GEWOBAG, HOWOGE, Mitte, Stadt und Land, WBM310.000+
HamburgSAGA135.000+
MünchenGWG, Gewofag60.000+
KölnGAG Immobilien45.000+
FrankfurtABG Frankfurt Holding55.000+

Tipp: Genossenschaften als Alternative

Wohnungsgenossenschaften funktionieren anders: Man kauft Genossenschaftsanteile (oft 5.000–20.000 €) und erhält dafür ein dauerhaftes Wohnrecht. Keine Eigenbedarfskündigung möglich. Besonders attraktiv in Großstädten mit knappem Wohnungsmarkt.

Checkliste Bewerbung WBG

  • ☑ WBS beantragen (falls Einkommen niedrig genug)
  • ☑ Bei mehreren WBGs gleichzeitig registrieren
  • ☑ Bewerbungsunterlagen griffbereit haben (digital)
  • ☑ Wohnungsangebote täglich/wöchentlich checken
  • ☑ Genossenschaften in der Wunschregion prüfen

Fazit

Wohnungsbaugesellschaften bieten echte Alternativen auf angespannten Mietmärkten — aber Geduld ist nötig. Wer sich früh registriert, realistisch sucht und Unterlagen parat hat, erhöht seine Chancen erheblich.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Wohnungsbaugesellschaft?

Beim Thema Wohnungsbaugesellschaft kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

TR
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