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Anschlussfinanzierung

Anschlussfinanzierung vergleichen: So holst du das beste Angebot

Wenn die Zinsbindung ausläuft, ist Vergleichen Pflicht. Mit Vergleich, Rechenbeispiel und Tipps zur optimalen Zinssicherung für die Anschlussfinanzierung 2026.

Stand: 2024-09-08 2 Min. Lesezeit
Anschlussfinanzierung vergleichen: So holst du das beste Angebot
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Spätestens 6 Monate vor Auslauf: Dann hast du Zeit für mehrere Angebote und Verhandlungen
  • Optimal 12 Monate vorher: Wenn du Forward-Darlehen in Betracht ziehst
  • Forward-Darlehen: Du sicherst dir den heutigen Zinssatz für bis zu 5 Jahre im Voraus — mit kleinem Aufschlag
  • Restschuld kennen: Aktueller Tilgungsplan zeigt die Restschuld am Ende der Zinsbindung

Was ist die Anschlussfinanzierung?

Nach Ende der Zinsbindung (meist 10–15 Jahre) wird dein Baudarlehen neu verhandelt. Die Restschuld bleibt bestehen — aber die Konditionen werden neu gestellt. Das nennt sich Anschlussfinanzierung. Du hast zwei Optionen: Prolongation (beim alten Anbieter verlängern) oder Umschuldung (zu neuer Bank wechseln).

Prolongation vs. Umschuldung

ProlongationUmschuldung
AufwandSehr gering (Unterschrift)Mittel (Unterlagen, Notar)
ZinsenOft nicht die bestenOft günstiger
KostenKeineGrundbuchkosten (500–1.500 €)
TimingKurz vor Auslauf 3–6 Monate vorbereiten

Fazit: Umschuldung lohnt sich oft — auch nach Abzug der Wechselkosten.

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  • Spätestens 6 Monate vor Auslauf: Dann hast du Zeit für mehrere Angebote und Verhandlungen
  • Optimal 12 Monate vorher: Wenn du Forward-Darlehen in Betracht ziehst
  • Forward-Darlehen: Du sicherst dir den heutigen Zinssatz für bis zu 5 Jahre im Voraus — mit kleinem Aufschlag

So vergleichst du Anschlussfinanzierungen richtig

  1. Restschuld kennen: Aktueller Tilgungsplan zeigt die Restschuld am Ende der Zinsbindung
  2. Angebote einholen: Aktuelle Bank + mind. 2–3 weitere Banken + Kreditvermittler
  3. Gleiches vergleichen: Gleiche Restschuld, gleiche Zinsbindung, gleicher Tilgungssatz
  4. Effektiven Jahreszins vergleichen
  5. Wechselkosten einrechnen: Grundbuchkosten bei Umschuldung (aber oft amortisiert in 1–2 Jahren)

Wie viel kannst du sparen?

Restschuld: 220.000 €, 10 Jahre Zinsbindung:

  • Prolongation alte Bank: 4,1 % → monatliche Rate 1.467 €
  • Umschuldung neue Bank: 3,6 % → monatliche Rate 1.375 € (92 € weniger/Monat)
  • Über 10 Jahre: 11.040 € gespart
  • Minus Wechselkosten (ca. 1.000 €): netto 10.040 € erspart

Sondertilgung bei Anschlussfinanzierung

Der Wechsel ist ein guter Zeitpunkt für eine Sondertilgung. Wenn du in den letzten Jahren Kapital angespart hast, reduziere damit die Restschuld — das senkt die neue Rate oder die Laufzeit.

Profi-Tipp: Nutze das Prolongationsangebot der alten Bank als Verhandlungsgrundlage. Zeige ihr das Angebot einer anderen Bank — viele Banken bessern dann nach, um den Kunden zu behalten. Der Vergleich kostet nichts und kann tausende Euro bringen.
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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Anschlussfinanzierung vergleichen?

Beim Thema Anschlussfinanzierung vergleichen kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

TR
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Unabhängiger Finanzanalyst mit Fokus auf Immobilienkapitalanlage und Baufinanzierungsstrategien. Thomas analysiert Renditechancen, Eigenkapitalrenditen und Fremdfinanzierungsquoten für private Investoren. Über 300 veröffentlichte Ratgeber zu Bauzinsen, Kapitalanlage-Immobilien, Denkmalschutz-AfA und steueroptimierter Finanzierungsstruktur.
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