Mit kleinen Beträgen in Immobilien investieren: So funktioniert Immobilien-Crowdfunding und das sind die echten Risiken.

Immobilien-Crowdfunding: Wie es funktioniert und was du riskierst

Immobilien-Crowdfunding: Einfach erklärt

Du willst in Immobilien investieren, hast aber kein Eigenkapital für einen Direktkauf? Crowdfunding ermöglicht Investitionen schon ab 100–500 €. Aber wie funktioniert es — und was kann schiefgehen?

Was ist Immobilien-Crowdfunding?

Beim Immobilien-Crowdfunding finanzieren viele Kleinanleger gemeinsam Immobilienprojekte. Der Projektentwickler braucht Eigenkapital — du stellst es als Darlehen zur Verfügung und bekommst dafür Zinsen.

Wie läuft es ab?

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  1. Plattform stellt Projekte vor (Neubau, Bestandsimmobilie, Sanierung)
  2. Anleger investieren Geld (oft 100–10.000 €)
  3. Projektentwickler nutzt das Geld als Eigenkapitalbaustein
  4. Nach Projektende (oft 12–36 Monate) Rückzahlung + Zinsen

Welche Plattformen gibt es?

  • Exporo (DE) — einer der größten
  • Bergfürst (DE)
  • Zinsbaustein (DE)
  • Engel & Völkers Digital Invest (DE)
  • Rendity (AT/DE)

Welche Renditen sind realistisch?

Typisch: 5–8 % p.a. Zinsen. Bei kurzer Laufzeit (12–18 Monate) häufig 5–7 %. Wichtig: Das sind Nominalzinsen, keine Nettorendite — Kapitalertragsteuer (26.375 %) wird fällig.

Die echten Risiken

  • Totalverlust möglich: Wenn Projektentwickler insolvent geht, kann das gesamte Investment verloren sein
  • Nachrangdarlehen: Du bist im Insolvenzfall einer der letzten Gläubiger
  • Illiquidität: Vor Projektende ist das Geld gebunden (kein Sekundärmarkt bei vielen Plattformen)
  • Plattformrisiko: Wenn die Plattform selbst scheitert
  • Verlängerungsrisiko: Projekte werden oft verzögert

Immobilien-Crowdfunding vs. REIT vs. Direktkauf

KriteriumCrowdfundingREIT-ETFDirektkauf
Einstiegab 100 €ab 1 €ab 50.000 €
Rendite (typ.)5–8 %4–7 %2–6 %
LiquiditätSehr geringHoch (täglich)Sehr gering
RisikoHoch (Nachrang)MittelMittel
AufwandGeringMinimalHoch

Empfehlung: Wie viel investieren?

Immobilien-Crowdfunding eignet sich als Beimischung — nicht als Hauptanlage. Empfehlung: Max. 5–10 % des gesamten Anlageportfolios, aufgeteilt auf mehrere Projekte und Plattformen (Diversifikation).

Fazit

Immobilien-Crowdfunding bietet attraktive Zinsen und niedrige Einstiegshürden. Aber die Risiken (Nachrangdarlehen, Illiquidität, Totalverlust) werden oft unterschätzt. Wer das versteht und nur einen kleinen Teil investiert, kann es als Ergänzung nutzen.

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