Kaufpreis verhandeln: So holst du Nachlass beim Immobilienkauf

Immobilienpreise sind selten in Stein gemeißelt. Wer klug verhandelt, kann zwischen 2 und 10 % des Angebotspreises sparen — je nach Markt und Situation des Verkäufers.

Wann ist Verhandlungsspielraum vorhanden?

  • Objekt steht lange (mehr als 4 Wochen) auf dem Markt
  • Verkäufer kauft zeitgleich selbst — braucht Liquidität
  • Saisonales Tief (Oktober–Januar)
  • Renovierungsbedarf sichtbar
  • Käufermarkt (mehr Angebot als Nachfrage)

Argumente für den Nachlass

  • Konkrete Mängel mit Kostenvoranschlag (Gutachter)
  • Langer Leerstand oder bekannte Probleme
  • Vergleichspreise ähnlicher Objekte in der Umgebung
  • Schnelle Abwicklung (kein langer Finanzierungsvorbehalt)

Verhandlungsstrategie

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  1. Nie das erste Angebot annehmen — immer nachfragen "Ist da noch etwas drin?"
  2. Erste Offerte niedrig, aber begründet: 5–8 % unter Angebotspreis mit sachlicher Begründung
  3. Gegenforderung annehmen und treffen: Meist einigt man sich in der Mitte
  4. Zusatzleistungen fordern: Einbauküche übernehmen, Renovierungskosten aufteilen

Was nie funktioniert

  • Unrealistische Niedriggebote ohne Begründung
  • Verhandeln über Dritte wenn man es ernst meint
  • Zu viel Begeisterung zeigen — zeigt dem Verkäufer: Du willst es unbedingt

Tipp: Finanzierungsnachweis als Trumpf

Wer mit einem Finanzierungsnachweis der Bank verhandelt, zeigt Ernsthaftigkeit. Verkäufer geben Nachlass eher an solvente Käufer die schnell schließen können als an unsichere Interessenten mit langer Prüfphase.