Wer eine Eigentumswohnung kauft, kauft nicht nur seine vier Wände — er wird Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Das bringt Rechte und Pflichten mit sich, die viele Käufer unterschätzen.
Was ist die WEG?
Die WEG ist die Gemeinschaft aller Wohnungseigentümer eines Mehrfamilienhauses. Gemeinschaftseigentum (Treppenhaus, Dach, Fassade) wird gemeinsam verwaltet und finanziert. Sondereigentum ist deine Wohnung.
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Was du vor dem Kauf unbedingt prüfen solltest

- Protokolle der letzten 3 Eigentümerversammlungen: Gibt es Streit? Anstehende teure Sanierungen?
- Instandhaltungsrücklage: Wie hoch? (Min. 1 €/m²/Monat empfohlen) Eine niedrige Rücklage bedeutet Sonderumlagen
- Hausgeld: Wie hoch ist die monatliche Zahlung? Was ist darin enthalten?
- Teilungserklärung: Was gehört zum Sondereigentum, was zum Gemeinschaftseigentum?
- WEG-Verwalter: Wer verwaltet? Zufriedenheit der anderen Eigentümer?
Typische WEG-Kosten
| Kostenart | Typische Höhe |
|---|---|
| Hausgeld (Betriebs- + Verwaltungskosten) | 2–4 €/m²/Monat |
| Instandhaltungsrücklage | 0,50–2 €/m²/Monat |
| Sonderumlage (wenn Rücklage leer) | Einzelfall — kann 5.000–30.000 € sein |
Deine Rechte in der WEG
- Teilnahme und Stimmrecht auf Eigentümerversammlungen
- Einsicht in WEG-Unterlagen (Jahresabrechnung, Protokolle)
- Anfechtung von Beschlüssen (gerichtlich)
Häufige Probleme in WEGs
- Säumige Eigentümer zahlen kein Hausgeld
- Uneinigkeit über Sanierungsmaßnahmen
- Schlechte Hausverwaltung
- Jahrelang aufgeschobene Reparaturen — plötzliche Sonderumlage
Tipp
Vor dem Kauf: Jahresabrechnung der letzten 3 Jahre lesen, Protokolle der WEG-Versammlungen genau studieren. Sonderumlagen aus der Vergangenheit sind ein Warnsignal für zukünftige.
Wohnung In Mehrfamilienhaus Kaufen – Übersicht
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Relevanz | Relevant für Baufinanzierung und Immobilienkauf |
| Typischer Aufwand | 2–6 Wochen Vorlaufzeit einplanen |
| Förderung | KfW oder BAFA prüfen vor Beauftragung |
| Empfehlung | Mind. 3 Angebote einholen |
- Finanzierungszusage der Bank vor Kaufentscheidung einholen
- Kaufnebenkosten einplanen: 10–13 % des Kaufpreises
- Eigenkapitalreserve: mind. 2–3 Nettogehälter liquide halten
- Unabhängige Beratung: Interhyp / Dr. Klein kostenlos und oft 0,3–0,5 % günstiger
