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Immobilienrendite berechnen: Wie viel wirft die Immobilie ab?

Brutto- oder Nettorendite? Wie man die Rendite einer Mietimmobilie korrekt Kostenlos erklärt mit Rechenbeispielen, aktuellen Daten und Expertentipps für 2026.

Stand: 2026-01-12 2 Min. Lesezeit
Immobilienrendite berechnen: Wie viel wirft die Immobilie ab?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Nicht umlagefähige Betriebskosten (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage)
  • Mietausfall-Risiko (1–2 % ansetzen)
  • Hausverwaltung (6–10 % der Miete)
  • Kaufnebenkosten (10–12 % einmalig)
Immobilienrendite berechnen: Wie viel wirft die Immobilie ab?

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, will wissen: Lohnt es sich? Die Rendite ist der entscheidende Maßstab. Hier lernst du, wie du sie richtig berechnest — brutto und netto.

Bruttorendite: Der erste Überblick

Die Bruttorendite gibt einen schnellen ersten Eindruck:

Bruttorendite = Jahreskaltmiete / Kaufpreis × 100

Beispiel: 8.400 € Jahreskaltmiete / 280.000 € Kaufpreis × 100 = 3,0 %

Was ist eine gute Bruttorendite?

Praxis-Tipp: Mindestens 3 unabhängige Angebote einholen — Hausbank + 2 Vergleichsrechner. Zinsunterschiede von 0,5 % bei 280.000 € Kredit ergeben 14.000 € Mehrkosten über 10 Jahre. Sondertilgungsrecht (min. 5 %) im Vertrag festhalten — kostet wenige Basispunkte, schafft Flexibilität.
Berechnung Baufinanzierung
BruttorenditeBewertung
Unter 3 %Schlecht — Kaufpreisfaktor zu hoch
3–4 %Mittel — Toplagen, schwache Rendite
4–6 %Gut — solide Kapitalanlage
Über 6 %Sehr gut — oft B-Lagen, mehr Risiko

Nettorendite: Was wirklich übrig bleibt

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Die Nettorendite zieht alle Kosten ab:

Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete - Kosten) / (Kaufpreis + Nebenkosten) × 100

Zu berücksichtigende Kosten:

  • Nicht umlagefähige Betriebskosten (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage)
  • Mietausfall-Risiko (1–2 % ansetzen)
  • Hausverwaltung (6–10 % der Miete)
  • Kaufnebenkosten (10–12 % einmalig)

Beispiel: Nettorendite berechnen

PositionBetrag
Kaufpreis280.000 €
Kaufnebenkosten (11 %)30.800 €
Gesamtinvestition310.800 €
Jahreskaltmiete8.400 €
Kosten p.a. (Verwaltung, Rücklage, Mietausfall)-1.500 €
Nettomieteinnahmen6.900 €
Nettomietrendite2,22 %

Gesamtrendite: Wertsteigerung einbeziehen

Immobilien steigen langfristig im Wert. Wenn du 2 % Nettomietrendite + 2 % Wertsteigerung p.a. erzielst, bist du bei 4 % Gesamtrendite — das ist nicht schlecht, aber kein Selbstläufer.

Fazit

Rendite berechnen ist Pflicht vor jedem Immobilienkauf als Kapitalanlage. Die Bruttorendite zeigt die Richtung — die Nettorendite zeigt die Realität. Wer Kaufnebenkosten, Verwaltung und Mietausfall vergisst, überschätzt die Rendite massiv.

Rechenbeispiel Baufinanzierung 2025

KaufpreisKredit (80 %)Rate/Monat*Benötigtes Nettoeink.
200.000 €160.000 €ca. 707 €mind. 2.000 €
300.000 €240.000 €ca. 1.060 €mind. 3.000 €
400.000 €320.000 €ca. 1.413 €mind. 4.000 €
500.000 €400.000 €ca. 1.767 €mind. 5.000 €

*Bei 3,3 % Zins, 2 % Tilgung, 10 Jahre Zinsbindung

Was Banken bei der Bonitätsprüfung wirklich prüfen

  • SCHUFA-Score: Mind. 90 % für gute Konditionen — unter 85 % werden Aufschläge oder Ablehnung wahrscheinlich
  • Beleihungsauslauf (LTV): Kredit/Immobilienwert. Unter 60 % = beste Zinsen. 80–90 % = deutliche Aufschläge
  • Haushaltsbuch: Einnahmen minus Ausgaben sollten nach Kreditrate >500 € frei verfügbar lassen
  • Beschäftigung: Mind. 6 Monate im gleichen Unternehmen, unbefristet — Probezeit ist problematisch

Häufige Fragen zur Immobilienfinanzierung

Worauf kommt es bei Immobilien Rendite Berechnen an?

Das Wichtigste bei Immobilien Rendite Berechnen: fruehzeitig informieren, mehrere Angebote einholen, Förderungen nutzen und Nebenkosten nicht vergessen. Unabhaengige Beratung ist oft kostenlos und spart tausende Euro.

Was ist der Unterschied zwischen Cashflow und Rendite?

Rendite = Gesamtertrag inklusive Wertsteigerung (buchhalterisch). Cashflow = monatlicher Zahlungsstrom: Mieteinnahmen minus Kreditrate, Hausgeld, Verwaltung, Rücklagen. Positiver Cashflow (Immobilie "zahlt sich selbst") ist selten in deutschen Städten — oft erst nach Jahren mit gestiegenen Mieten oder nach Teilentschuldung.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Anlage-Immobilie?

Empfehlung: mind. 20–30 % des Kaufpreises (ohne Nebenkosten). Warum: Finanzierungskosten über Mietrendite → negativer Cashflow bei Vollfinanzierung. Außerdem: Banken verlangen bei Anlageimmobilien oft mehr EK als bei Eigennutzung. Mit mehr EK sinkt die monatliche Belastung und der Cashflow wird positiv.

Siehe auch: Finanzierungsrechner Anbietervergleich.

Immobilie oder ETF — was ist die bessere Geldanlage?

ETF: historisch ~7 % p.a., hohe Liquidität, niedrige Kosten, kein Verwaltungsaufwand. Immobilie: 3–5 % Mietrendite + Wertsteigerung + Hebel (Fremdfinanzierung) + Inflationsschutz + Steuervorteil. Kombination ist klug: Immobilie als "Anker" mit ETF-Beimischung. Einzelne Immobilie birgt Klumpenrisiko — ETF nicht.

Redaktion finanzierung.one
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