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KfW 124: Wohneigentumsprogramm im Detail – Konditionen und Antrag

Das KfW 124-Programm fördert den Kauf und Bau selbst genutzter Wohnimmobilien. Wer antragsberechtigt ist und wie hoch das Darlehen sein kann.

Stand: 2025-12-01 2 Min. Lesezeit
KfW 124: Wohneigentumsprogramm im Detail – Konditionen und Antrag
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Privatpersonen, die Wohneigentum erstmals erwerben oder bauen
  • Auch Käufer eines Bestandsgebäudes (nicht nur Neubau)
  • Einkommensgrenzen gibt es beim KfW 124 nicht
  • Das Objekt muss selbst genutzt werden

Das KfW-Wohneigentumsprogramm 124 ist der bekannteste staatliche Kredit für den Ersterwerb von Wohneigentum. Was er leistet, was er kostet und wer ihn bekommt — alle Details hier.

Was fördert KfW 124?

Das Programm fördert den Kauf oder Bau von selbst genutztem Wohneigentum — also Eigenheime und Eigentumswohnungen. Nicht gefördert werden Mietobjekte und Ferienimmobilien.

Konditionen KfW 124 (Stand 2026)

MerkmalDetails
Maximaler Kreditbetrag100.000 € pro Wohneinheit
Zinsbindung5, 10 oder 20 Jahre
Tilgungsfreie Zeit1–5 Jahre
ZinssatzVariabel je nach Marktlage (KfW.de prüfen)
SondertilgungMöglich nach Ablauf tilgungsfreier Zeit

Wer kann KfW 124 beantragen?

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  • Privatpersonen, die Wohneigentum erstmals erwerben oder bauen
  • Auch Käufer eines Bestandsgebäudes (nicht nur Neubau)
  • Einkommensgrenzen gibt es beim KfW 124 nicht
  • Das Objekt muss selbst genutzt werden

Wie beantragst du KfW 124?

  1. Antrag MUSS vor Kauf/Bau-Beginn gestellt werden
  2. Antrag läuft über deine Hausbank (nicht direkt bei KfW)
  3. Hausbank leitet Antrag an KfW weiter
  4. Nach Genehmigung: Auszahlung erfolgt über die Hausbank

KfW 124 vs. KfW 261: Was ist der Unterschied?

ProgrammZweckMaximalTilgungszuschuss
KfW 124Allgemeiner Immobilienerwerb100.000 €Nein
KfW 261Energieeffizientes Bauen/Sanieren150.000 €Ja (5–20 %)

Lohnt sich KfW 124 2026?

Der Zinsvorteil von KfW 124 gegenüber normalen Baudarlehen ist nicht immer gegeben. Manchmal bieten Banken über Vermittler (Interhyp, Dr. Klein) günstigere Zinsen als KfW 124. Lass beide Optionen vergleichen — das günstigere Angebot gewinnt.

Kombination mit anderen Programmen

  • KfW 124 + KfW 261: Kombinierbar für energieeffiziente Neubauten
  • KfW 124 + Landesförderprogramme: Oft möglich
  • KfW 124 + Wohnriester: Grundsätzlich kombinierbar

Fazit

KfW 124 ist ein solider Baustein für Erstkäufer — aber kein Selbstläufer. Der Zinsvorteil variiert und ist aktuell oft gering. Trotzdem: Antrag stellen kostet nichts, und als Ergänzung zum Hauptdarlehen kann er die Gesamtkosten senken. Immer aktuellen Marktvergleich durchführen.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema KfW 124?

Beim Thema KfW 124 kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

JH
Artikel von
Steuerberaterin, Fördermittel-Expertin
Steuer- & Förderungsexpertin
Steuerrechtliche Beraterin mit Schwerpunkt auf Immobilienerwerb, Fördermitteloptimierung und steuerlicher Gestaltung für Eigennutzer und Investoren. Julia berät zu KfW-Wohngebäudekredit (261, 297/298), Bauspar-Wohnungsprämien, steuerlicher Abschreibung (AfA), Grunderwerbsteuer-Optimierung und energetischen Sanierungsförderungen.
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