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KfW-Programm 300: Klimafreundlicher Neubau — Förderung und Voraussetzungen

KfW 300 fördert klimafreundliche Neubauten mit günstigen Krediten. Alle Voraussetzungen, Beträge und Antragswege kompakt erklärt.

Stand: 2026-09-05 3 Min. Lesezeit
KfW-Programm 300: Klimafreundlicher Neubau — Förderung und Voraussetzungen
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Neubau oder Erstkauf eines Neubaus (keine Bestandsimmobilien!)
  • Erfüllung des Standards "Klimafreundliches Wohngebäude" (QNG oder EH 40)
  • Gebäudeenergienachweis durch zertifizierten Energieberater
  • Antragstellung VOR Baubeginn (nachträgliche Förderung nicht möglich)

Das KfW-Programm 300 fördert den Bau und Kauf besonders klimafreundlicher Neubauten. Es ist Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und kombiniert günstige Zinsen mit Tilgungszuschüssen.

Was ist das KfW-Programm 300?

Das Programm "Klimafreundlicher Neubau" (KfW 300) richtet sich an private Bauherren und Käufer von Neubauimmobilien, die den Standard "Klimafreundliches Wohngebäude" erfüllen. Das bedeutet: sehr geringer CO₂-Ausstoß und hohe Energieeffizienz.

Voraussetzungen für KfW 300

  • Neubau oder Erstkauf eines Neubaus (keine Bestandsimmobilien!)
  • Erfüllung des Standards "Klimafreundliches Wohngebäude" (QNG oder EH 40)
  • Gebäudeenergienachweis durch zertifizierten Energieberater
  • Antragstellung VOR Baubeginn (nachträgliche Förderung nicht möglich)

Förderbetrag und Konditionen

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StufeStandardMax. DarlehenTilgungszuschuss
Klimafreundliches WohngebäudeEH 40100.000 € / WE
+ QNG-ZertifizierungEH 40 + QNG150.000 € / WEbis 5%

Der Zinssatz liegt in der Regel 0,5-1,5% unter dem Marktpreis — je nach Programmkonditionen zum Antragszeitpunkt.

Kombination mit anderen Programmen

KfW 300 kann kombiniert werden mit:

  • KfW 124 (Wohneigentumsprogramm) für weitere 100.000 €
  • Landesförderungen (BayernLabo, L-Bank BW, NRW.BANK etc.)
  • Wohnriester (Eigenheimrente)

Das gesamte Förderpaket kann die Zinslast erheblich senken. Mehr zu den Möglichkeiten erklärt unser KfW-Förderprogramm-Überblick.

Was bedeutet "Klimafreundlich"?

Ein klimafreundliches Gebäude im Sinne der KfW hat:

  • Niedrigen Primärenergiebedarf (EH 40 = 40% des Referenzgebäudes)
  • Geringe CO₂-Emissionen über den Lebenszyklus
  • Keine fossilen Heizungen (keine reine Ölheizung oder Gasheizung)
  • Optimierte Dämmung, dreifach verglaste Fenster

Ein zertifizierter Energieberater muss das Gebäude begleiten und den Nachweis erbringen. Das kostet 2.000-5.000 € — aber die Förderung übersteigt das in der Regel deutlich.

Wie beantrage ich KfW 300?

  1. Energieberater einschalten (Pflicht!)
  2. Antrag über Hausbank (nicht direkt bei KfW)
  3. Antrag vor Baubeginn stellen
  4. Nach Fertigstellung: Bestätigung des Energieberaters einreichen
  5. Tilgungszuschuss wird automatisch gewährt

Fazit

KfW 300 ist eine der attraktivsten Fördermöglichkeiten für Neubauten — wenn Sie ohnehin einen energieeffizienten Standard planen. Der Mehraufwand für die Zertifizierung lohnt sich in den meisten Fällen.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema KfW-Programm 300?

Beim Thema KfW-Programm 300 kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

JH
Artikel von
Steuerberaterin, Fördermittel-Expertin
Steuer- & Förderungsexpertin
Steuerrechtliche Beraterin mit Schwerpunkt auf Immobilienerwerb, Fördermitteloptimierung und steuerlicher Gestaltung für Eigennutzer und Investoren. Julia berät zu KfW-Wohngebäudekredit (261, 297/298), Bauspar-Wohnungsprämien, steuerlicher Abschreibung (AfA), Grunderwerbsteuer-Optimierung und energetischen Sanierungsförderungen.
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