
Als Mieter hast du das Recht, deine Wohnung zu kündigen. Aber es gibt Regeln – und Fehler können teuer werden. Hier erfährst du alles, was du wissen musst.
Gesetzliche Kündigungsfrist für Mieter
Als Mieter gilt immer 3 Monate Kündigungsfrist – unabhängig davon, wie lange du schon in der Wohnung wohnst (§ 573c BGB). Längere Fristen zulasten des Mieters im Vertrag sind unwirksam.
Wann wirkt die Kündigung?
Die Kündigung muss dem Vermieter bis zum 3. Werktag eines Monats zugehen, damit sie zum Ende dieses Monats gilt. Plus 3 Monate.
Beispiel: Kündigung am 1. April zugegangen → wirksam zum 30. Juni.
Die Kündigung muss schriftlich sein
- Schriftform: Echte Unterschrift (kein E-Mail, kein WhatsApp)
- Inhalt: Klare Erklärung der Kündigung, Wohnungsbezeichnung, Datum
- Alle Mieter müssen unterzeichnen (bei mehreren Mietern)
- Nachweis des Zugangs: Einschreiben mit Rückschein oder persönliche Übergabe mit Zeugen
Musterkündigung (Vorlage)
Kündigung des Mietverhältnisses für
Hiermit kündige ich das Mietverhältnis für o.g. Wohnung fristgerecht zum . Ich bitte um schriftliche Bestätigung der Kündigung.
Mit freundlichen Grüßen,
Häufige Fehler bei der Kündigung
- Kündigung per E-Mail → unwirksam!
- Nur ein Mieter unterschreibt obwohl mehrere im Vertrag
- Datum falsch berechnet → zu frühe Auszug notwendig
- Kein Nachweis des Zugangs → Streit später möglich
Sonderfall: Außerordentliche Kündigung
Ohne Einhaltung der Frist kündigen (sofort) ist möglich wenn: schwere Mängel nicht beseitigt werden, Vermieter unrechtmäßig in die Wohnung eindringt, Gesundheitsgefährdung vorliegt.
Checkliste: Kündigung als Mieter
- ☑ Schriftliche Kündigung mit echter Unterschrift?
- ☑ Alle Mieter haben unterzeichnet?
- ☑ 3. Werktag des Monats als Deadline beachtet?
- ☑ Einschreiben oder persönliche Übergabe mit Zeuge?
- ☑ Bestätigung vom Vermieter angefordert?
- ☑ Wohnungsübergabe-Protokoll vereinbart?
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Mieter kündigen?
Beim Thema Mieter kündigen kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).
Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?
Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.
Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?
Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.
Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?
Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.
