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Förderung

Eigenheimrente (Wohn-Riester): Wie du Förderung für dein Haus nutzt

Wohn-Riester ist staatlich gefördert und hilft beim Eigenkapital. Wer profitiert wirklich — und wann lohnt es sich? Voraussetzungen, Förderhöhe und Antragste...

Stand: 2024-05-15 3 Min. Lesezeit
Eigenheimrente (Wohn-Riester): Wie du Förderung für dein Haus nutzt
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Entnahmemodell (Kapitalentnahme): Du hast bereits einen Riester-Vertrag, entnimmst das Kapital und nutzt es als Eigenkap
  • Riester-Bausparvertrag (Wohnriester): Ein kombiniertes Produkt aus Bausparvertrag + Riesterförderung. Du sparst an, bek
  • Grundzulage: 175 € (je Ehepartner mit eigenem Vertrag: 350 €)
  • Kinderzulagen: 2 × 300 € = 600 €

Was ist Wohn-Riester (Eigenheimrente)?

Wohn-Riester ist eine Form der staatlich geförderten Altersvorsorge, die speziell für selbstgenutztes Wohneigentum gedacht ist. Du sparst in einen Riester-Vertrag ein — und kannst das angesparte Kapital steuerbegünstigt für den Kauf oder Bau deiner Immobilie nutzen.

Eingeführt 2008 unter dem Stichwort „Eigenheimrente": Der Staat fördert nicht nur klassische Riestersparverträge, sondern auch die direkte Verwendung für Wohneigentum.

Eigenheimrente Wohnriester

Wie funktioniert Wohn-Riester?

Praxis-Tipp: Mindestens 3 unabhängige Angebote einholen — Hausbank + 2 Vergleichsrechner. Zinsunterschiede von 0,5 % bei 280.000 € Kredit ergeben 14.000 € Mehrkosten über 10 Jahre. Sondertilgungsrecht (min. 5 %) im Vertrag festhalten — kostet wenige Basispunkte, schafft Flexibilität.
Eigenheim finanzieren

Es gibt zwei Wege:

  1. Entnahmemodell (Kapitalentnahme): Du hast bereits einen Riester-Vertrag, entnimmst das Kapital und nutzt es als Eigenkapital oder zur Tilgung deines Baudarlehens.
  2. Riester-Bausparvertrag (Wohnriester): Ein kombiniertes Produkt aus Bausparvertrag + Riesterförderung. Du sparst an, bekommst staatliche Zulagen, und verwendest den Bausparkredit zur Finanzierung.

Staatliche Förderung: Was bekommst du?

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ZulageBetrag/JahrVoraussetzung
Grundzulage175 €Mindestbeitrag 4 % des Vorjahresbruttoeinkommens
Kinderzulage (bis 2008 geboren)185 €/KindKindergeldberechtigtes Kind
Kinderzulage (ab 2008 geboren)300 €/KindKindergeldberechtigtes Kind
Berufseinsteiger-Bonus200 € (einmalig)Unter 25 Jahre bei Vertragsschluss

Rechenbeispiel: Familie mit 2 Kindern

Jahresbrutteinkommen: 60.000 €. Eigenbeitrag: 4 % = 2.400 € minus Zulagen.

  • Grundzulage: 175 € (je Ehepartner mit eigenem Vertrag: 350 €)
  • Kinderzulagen: 2 × 300 € = 600 €
  • Gesamt: 950 € staatliche Förderung pro Jahr
  • Effektiver Eigenanteil: 2.400 € – 950 € = 1.450 €
  • Das entspricht einer Förderquote von fast 40 %!

Steuerlicher Aspekt: Das „Wohnförderkonto"

Ein wichtiger Haken bei Wohn-Riester: Der Staat führt ein fiktives Konto (Wohnförderkonto), das die steuerlich geförderten Beträge erfasst. Im Rentenalter musst du diesen Betrag versteuern — entweder jährlich oder auf einen Schlag (mit 30 % Rabatt).

Wer also jung kauft, hat jahrzehntelange Aufzinsung auf dem Wohnförderkonto. Das kann im Rentenalter eine merkliche Steuerlast bedeuten.

Wann lohnt sich Wohn-Riester wirklich?

Wohn-Riester lohnt sich besonders, wenn du:
  • Kinder hast (hohe Kinderzulagen)
  • Niedrig bis mittelständisches Einkommen (Steuerbonus weniger relevant, Zulage dominiert)
  • Bereits einen Riester-Vertrag hast und Kapital nutzen willst
  • Das Haus selbst bewohnst (Bedingung!)

Wohn-Riester lohnt sich weniger, wenn du:

  • Sehr hohes Einkommen hast (Zulage = kleiner Anteil)
  • Vermietete Immobilien kaufst (nicht gefördert!)
  • Flexibilität beim Wohnort brauchst (du musst das Objekt selbst nutzen)

Alternative: KfW-Programme

Neben Wohn-Riester gibt es weitere Förderungen — zum Beispiel KfW 300 für Familien, KfW 124 (Energieeffizient Bauen) oder regionale Förderprogramme. Eine Kombination ist oft möglich und sinnvoll.

Häufige Fragen

Was muss ich bei Eigenheimrente Wohnriester besonders beachten?

Wichtig bei Eigenheimrente Wohnriester: Immer mehrere Angebote vergleichen (mind. 3), vollständige Unterlagen bereitstellen (Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide, SCHUFA-Auskunft), Kaufnebenkosten einplanen (10–13 % des Kaufpreises), und ausreichend Eigenkapital sicherstellen. Ein unabhängiger Finanzberater kann die Entscheidung erheblich verbessern.

Welche Fehler sollte ich bei der Baufinanzierung vermeiden?

5 häufige Fehler: 1. Nur bei der Hausbank anfragen (oft teurer). 2. Kaufnebenkosten vergessen (10–13 %!). 3. Tilgung zu niedrig (unter 2 % = 40+ Jahre Laufzeit). 4. Kein Sondertilgungsrecht vereinbart. 5. Keine Liquiditätsreserve gehalten. Ein Vergleich über Interhyp oder Dr. Klein kostet nichts und bringt oft 0,3–0,5 % Zinsvorteil.

Wie lange dauert die Baufinanzierung?

Von vollständigen Unterlagen bis Kreditzusage: 3–10 Werktage (Online-Banken), 1–3 Wochen (Filialbanken). Auszahlung: nach Notartermin und Grundbuch-Auflassungsvormerkung (weitere 2–4 Wochen). Gesamt von Entscheidung bis Schlüsselübergabe: typisch 3–6 Monate.

Welche Unterlagen brauche ich für die Baufinanzierung?

Standardunterlagen: letzten 3 Gehaltsabrechnungen, letzter Steuerbescheid, Kontoauszüge (3 Monate), SCHUFA-Selbstauskunft, Exposé und Grundrisse des Objekts, Grundbuchauszug, Energieausweis. Bei Vermietung: bestehende Mietverträge. Bei Selbständigen: Steuerbescheide 3 Jahre + BWA.

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