Mietrendite im Städtevergleich: In welchen deutschen Städten rechnet sich Vermietung noch — und wo kaum noch?

Immobilienrendite nach Städten: Wo lohnt sich Vermietung?

Mietrendite nach Städten: Ein ehrlicher Vergleich

Die Mietrendite ist die wichtigste Kennzahl für Immobilien-Investoren. Aber sie variiert enorm je nach Stadt — von unter 2 % in München bis über 5 % in ostdeutschen Mittelstädten. Dieser Artikel zeigt, wo sich Vermietung noch lohnt.

Was ist die Bruttomietrendite?

Bruttomietrendite = (Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis) × 100

Beispiel: Kaufpreis 300.000 €, Jahreskaltmiete 12.000 € → Rendite: 4 %

Nettomietrendite berücksichtigt zusätzlich Kaufnebenkosten, Verwaltung, Leerstand und Instandhaltung — und ist ca. 1–1,5 % niedriger.

Mietrendite nach Städten (Richtwerte 2026)

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StadtBruttomietrendite (ca.)Einschätzung
München2,0–2,8 %Sehr niedrig, Wertsteigerung als Hoffnung
Hamburg2,5–3,5 %Niedrig bis mittel
Berlin2,8–3,8 %Mittel, Regulierungsrisiko
Frankfurt3,0–4,0 %Mittel
Stuttgart2,8–3,5 %Niedrig bis mittel
Köln3,0–4,0 %Mittel
Düsseldorf3,0–4,2 %Mittel
Leipzig4,0–5,5 %Gut, wachsende Stadt
Dresden4,0–5,5 %Gut
Halle/Saale5,0–7,0 %Sehr gut, aber Leerstandsrisiko
Magdeburg5,5–7,5 %Sehr gut, Vorsicht bei Nachfrage
Ruhrgebiet (Essen, Bochum)4,5–6,5 %Gut, lokale Unterschiede enorm

Renditefallen: Was die Zahlen nicht zeigen

  • Leerstand: Ohne Mieter keine Rendite. In strukturschwachen Regionen höheres Risiko
  • Sanierungsbedarf: Günstige Kaufpreise oft mit hohem Renovierungsbedarf
  • Mietermix: Sozial schwierige Mieter können Kosten und Nerven kosten
  • Regulierung: Berlin hat Mietregulierungen eingeführt, andere Städte könnten folgen

Rendite-Strategie: Was ist dein Ziel?

  • Cashflow-Investor: Lieber Mittelstädte (5–7 %), geringere Wertsteigerung, aber positiver Cashflow
  • Wertsteigerungs-Investor: A-Städte (München, Hamburg), niedrige Rendite, aber Substanzwert
  • Balanced: B-Städte (Leipzig, Köln), mittelhohe Rendite + moderate Wertsteigerung

Die 2 %-Regel (und warum sie veraltet ist)

Früher galt: Kaufpreis sollte max. dem 50-fachen der Jahreskaltmiete entsprechen (= 2 % Rendite als Minimum). In A-Städten gilt heute das 35- bis 50-fache als normal. In vielen Hochpreisregionen rechnet sich reine Cashflow-Vermietung kaum mehr.

Fazit

Wer mit Immobilien Rendite erzielen will, findet sie heute eher in deutschen Mittelstädten als in den Metropolen. Wichtig: Leerstandsrisiko, Mietrecht und Sanierungsbedarf sorgfältig prüfen. Die höchste Rendite auf dem Papier ist nicht immer die sicherste in der Realität.

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