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Nebenkosten

Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf — Kompletter Überblick

Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf: Grunderwerbsteuer, Notar, Makler und Grundbuch — alle Kosten im Überblick, mit Rechenbeispiel und Spartipps für 2026.

Stand: 2025-06-14 2 Min. Lesezeit
Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf — Kompletter Überblick
Das Wichtigste auf einen Blick
  • SCHUFA-Score: Mind. 90 % für gute Konditionen — unter 85 % werden Aufschläge oder Ablehnung wahrscheinlich
  • Beleihungsauslauf (LTV): Kredit/Immobilienwert. Unter 60 % = beste Zinsen. 80–90 % = deutliche Aufschläge
  • Haushaltsbuch: Einnahmen minus Ausgaben sollten nach Kreditrate >500 € frei verfügbar lassen
  • Beschäftigung: Mind. 6 Monate im gleichen Unternehmen, unbefristet — Probezeit ist problematisch

Kaufnebenkosten — Kompletter Ratgeber

Ein häufiger Fehler: Käufer rechnen nur den Kaufpreis, vergessen aber die Kaufnebenkosten. Diese können 8–15% des Kaufpreises ausmachen — bei 400.000 € also 32.000–60.000 Euro extra.

Überblick aller Nebenkosten

KostenartProzentsatzBei 400.000 €
Grunderwerbsteuer3,5–6,5% (BL-abhängig)14.000–26.000 €
Notarkostenca. 1,0–1,5%4.000–6.000 €
Grundbucheintragungca. 0,3–0,5%1.200–2.000 €
Maklerprovision (wenn Makler)3,57% (Käuferanteil)14.280 €
Bankgebühren/Gutachter0,1–0,5%400–2.000 €
Umzugskostenvariabel1.000–5.000 €

Kaufnebenkosten sparen — geht das?

Praxis-Tipp: Mindestens 3 unabhängige Angebote einholen — Hausbank + 2 Vergleichsrechner. Zinsunterschiede von 0,5 % bei 280.000 € Kredit ergeben 14.000 € Mehrkosten über 10 Jahre. Sondertilgungsrecht (min. 5 %) im Vertrag festhalten — kostet wenige Basispunkte, schafft Flexibilität.
Checkliste Baufinanzierung

Grunderwerbsteuer: Kaum zu sparen — Pflicht. In einzelnen Bundesländern früher geringer (Bayern 3,5% = günstigstes BL).

Kaufnebenkosten Ratgeber

Notarkosten: Gesetzlich geregelt, kaum Verhandlungsspielraum. Aber: Nur Notwendiges beurkunden.

Maklerprovision: Seit 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision — du zahlst max. 50% der Gesamtprovision. Direktkauf ohne Makler spart den Käuferanteil komplett.

Kaufnebenkosten müssen aus Eigenkapital kommen

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Die meisten Banken finanzieren Kaufnebenkosten nicht mit. Du brauchst dafür eigene Mittel. Das bedeutet: Eigenkapital = 20% Kaufpreis + Kaufnebenkosten.

Bei 400.000 € Kaufpreis ohne Makler: 80.000 € (20%) + 20.000 € Nebenkosten = 100.000 € Eigenkapital mindestens.

Checkliste Nebenkosten: Grunderwerbsteuer + Notar + Grundbuch + ggf. Makler — addiere alles auf und plane diesen Betrag komplett aus Eigenkapital ein.

Rechenbeispiel Baufinanzierung 2025

KaufpreisKredit (80 %)Rate/Monat*Benötigtes Nettoeink.
200.000 €160.000 €ca. 707 €mind. 2.000 €
300.000 €240.000 €ca. 1.060 €mind. 3.000 €
400.000 €320.000 €ca. 1.413 €mind. 4.000 €
500.000 €400.000 €ca. 1.767 €mind. 5.000 €

*Bei 3,3 % Zins, 2 % Tilgung, 10 Jahre Zinsbindung

Was Banken bei der Bonitätsprüfung wirklich prüfen

  • SCHUFA-Score: Mind. 90 % für gute Konditionen — unter 85 % werden Aufschläge oder Ablehnung wahrscheinlich
  • Beleihungsauslauf (LTV): Kredit/Immobilienwert. Unter 60 % = beste Zinsen. 80–90 % = deutliche Aufschläge
  • Haushaltsbuch: Einnahmen minus Ausgaben sollten nach Kreditrate >500 € frei verfügbar lassen
  • Beschäftigung: Mind. 6 Monate im gleichen Unternehmen, unbefristet — Probezeit ist problematisch

Häufige Fragen zu den Kaufnebenkosten

Worauf kommt es bei Kaufnebenkosten Ratgeber an?

Das Wichtigste bei Kaufnebenkosten Ratgeber: fruehzeitig informieren, mehrere Angebote einholen, Förderungen nutzen und Nebenkosten nicht vergessen. Unabhaengige Beratung ist oft kostenlos und spart tausende Euro.

Kann ich Kaufnebenkosten von der Steuer absetzen?

Bei Eigennutzung: nein (außer Arbeitszimmer-Anteil). Bei Vermietung: Ja — Notar, Grundbuch, Makler zählen zu den Anschaffungskosten und werden über die AfA (2 % p.a. bei Gebäuden ab 1925) abgeschrieben. Grunderwerbsteuer ebenfalls zu Anschaffungskosten — nicht sofort, sondern über AfA.

Wie spare ich bei den Kaufnebenkosten?

Makler vermeiden: Direktkauf vom Eigentümer spart bis 3,57 %. Grunderwerbsteuer: Nicht verhandelbar — aber Bundesland mit niedrigerer Steuer kann relevant sein (Bayern 3,5 % vs. NRW 6,5 %). Notarkosten: gesetzlich geregelt, kaum Spielraum. Tipp: Inventar (Küche, Einbauschränke) separat kaufen — das senkt den beurkundungspflichtigen Kaufpreis.

Wann muss ich die Kaufnebenkosten zahlen?

Grunderwerbsteuer: Nach Grunderwerbsteuerbescheid (kommt 4–8 Wochen nach Notartermin), Frist: 4 Wochen nach Bescheid. Notarkosten: Rechnung kommt nach Notartermin, Fälligkeit typisch 30 Tage. Maklercourtage: meist bei Abschluss des Kaufvertrags fällig. Eigenkapital rechtzeitig bereitstellen!

Weiterführende Quellen

Redaktion finanzierung.one
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