Kredit umschulden: Wann es sich lohnt und wie es geht

Umschuldung heißt: Du nimmst einen neuen Kredit bei einer anderen Bank auf, um einen bestehenden abzulösen — idealerweise zu günstigeren Konditionen. Das kann beim Baukredit tausende Euro sparen.

Wann ist Umschuldung möglich?

  • Bei Ablauf der Zinsbindung (kostenlos)
  • Nach 10 Jahren Zinsbindung mit 6 Monaten Frist (§ 489 BGB, kostenlos)
  • Während der Zinsbindung: Nur mit Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung

Wann lohnt sich die Umschuldung?

Faustformel: Zinsvorteil muss die Kosten (VFE, Notar, Grundbuch) übersteigen.

Beispiel: 200.000 € Restschuld, 5 Jahre verbleibende Zinsbindung, 0,5 % Zinsvorteil:
Zinsvorteil: 0,5 % × 200.000 € × 5 = 5.000 €
VFE ca.: 4.000 €
Ersparnis: 1.000 € → knapp lohnend

Bei 1 % Zinsvorteil: Eindeutig lohnend.

Ablauf einer Umschuldung

📊
Zinsen live vergleichen
Aktuelle Bauzinsen von 20+ Banken — kostenlos, ohne Anmeldung.
Zum Rechner →
  1. Neue Bank finden und Finanzierungsangebot einholen
  2. VFE von aktueller Bank berechnen lassen
  3. Kosten-Nutzen-Rechnung durchführen
  4. Neue Grundschuld eintragen oder übertragen (günstiger!)
  5. Alte Bank ablösen

Grundschuld-Übertragung vs. Neueintragung

Statt Grundschuld löschen und neu eintragen: Grundschuld an neue Bank übertragen (Abtretung). Kosten: ca. 0,2 % der Grundschuld — statt 0,5–1 % bei Neueintragung. Spart oft 500–2.000 €.

Häufige Fehler bei der Umschuldung

  • VFE nicht berechnet → überraschende Kosten
  • Zu kurze neue Zinsbindung gewählt
  • Sondertilgungsrecht vergessen zu vereinbaren
  • Grundschuld nicht übertragen sondern neu eingetragen (teurer)