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Checkliste

Unterlagen-Checkliste für den Immobilienkauf: Was du brauchst

Für den Kaufvertrag, die Bankfinanzierung und die Behörden brauchst du viele Dokumente. Diese vollständige Checkliste spart Zeit und verhindert Verzögerungen.

Stand: 2025-04-08 3 Min. Lesezeit
Unterlagen-Checkliste für den Immobilienkauf: Was du brauchst
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Letzten 3 Gehaltsnachweise (oder 6 bei schwankendem Einkommen)
  • Letzter Jahres-Lohnsteuerbescheid
  • Bei Selbstständigen: letzten 2–3 Einkommensteuerbescheide + BWA
  • Arbeitgeberbestätigung (auf Anfrage der Bank)

Beim Immobilienkauf werden von verschiedenen Stellen zahlreiche Dokumente angefordert — von der Bank für die Finanzierung, vom Notar für den Kaufvertrag, und vom Finanzamt für die Grunderwerbsteuer. Wer diese frühzeitig zusammenträgt, beschleunigt den gesamten Prozess erheblich.

Unterlagen für die Baufinanzierung (von dir als Käufer)

Einkommensnachweise

  • Letzten 3 Gehaltsnachweise (oder 6 bei schwankendem Einkommen)
  • Letzter Jahres-Lohnsteuerbescheid
  • Bei Selbstständigen: letzten 2–3 Einkommensteuerbescheide + BWA
  • Arbeitgeberbestätigung (auf Anfrage der Bank)

Persönliche Dokumente

  • Personalausweis oder Reisepass (beider Käufer bei gemeinsamen Kauf)
  • Meldebescheinigung (aktuelle Adresse)
  • SCHUFA-Selbstauskunft (kostenlos, einmal jährlich)

Finanzielle Dokumente

  • Kontoauszüge der letzten 3 Monate (zeigt Zahlungsverhalten)
  • Eigenkapitalnachweis (Kontoauszug, Depotauszug, Bausparvertrag)
  • Nachweise über weitere Verbindlichkeiten (andere Kredite)
  • Nachweis über regelmäßige Ausgaben (Alimente, Unterhalt)

Unterlagen zur Immobilie (vom Verkäufer/Makler)

Grundlegende Dokumente

  • Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate)
  • Flurkarte / Lageplan
  • Bebauungsplan (beim Baurechtsamt)
  • Kaufvertragsentwurf des Notars

Gebäude-Unterlagen

  • Baupläne / Grundrisse (alle Etagen)
  • Baugenehmigung (falls relevant)
  • Wohnflächenberechnung
  • Energieausweis (Pflicht beim Verkauf seit 2014)
  • Letzte Heizungswartungsprotokoll

Bei Eigentumswohnungen zusätzlich

  • Teilungserklärung + Gemeinschaftsordnung
  • Protokolle der letzten 3 WEG-Versammlungen
  • Aktuelle Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan
  • Höhe der Instandhaltungsrücklage
  • Verwaltervertrag

Bei vermieteten Objekten

  • Alle bestehenden Mietverträge
  • Letzte Betriebskostenabrechnung
  • Mietkautionen (Höhe und Nachweis)
  • Mieterliste mit Mietpreisen

Unterlagen für den Notartermin

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  • Personalausweise beider Parteien (Käufer + Verkäufer)
  • Finanzierungsbestätigung der Bank
  • Kaufvertragsentwurf (vorab lesen!)
  • Bei Vollmacht: notariell beglaubigte Vollmacht

Unterlagen für das Finanzamt (Grunderwerbsteuer)

  • Kaufvertrag (erhält das Finanzamt vom Notar automatisch)
  • Grunderwerbsteuerbescheid prüfen auf Richtigkeit

Profi-Tipp: Digitaler Ordner

Lege einen digitalen Ordner (z. B. in der Cloud) an und scanne/fotografiere alle Unterlagen sofort nach Erhalt. Dokumente gehen so nicht verloren, und du kannst sie schnell der Bank oder dem Notar per E-Mail senden.

Fazit

Viele Immobilienkäufe verzögern sich wegen fehlender Unterlagen — entweder beim Käufer oder beim Verkäufer. Wer diese Checkliste früh abarbeitet, ist im Vorteil. Fange mit den eigenen Unterlagen an und fordere die Immobilienunterlagen gleichzeitig vom Makler/Verkäufer an.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps zum Thema Unterlagen-Checkliste für den Immobilienkauf?

Beim Thema Unterlagen-Checkliste für den Immobilienkauf kommt es auf drei Kernpunkte an: Erstens ausreichend Eigenkapital einbringen (mindestens 20 % plus Nebenkosten). Zweitens mindestens 3–5 Angebote vergleichen — der Zinsunterschied kann 0,3–0,5 % betragen, was bei 250.000 € Kredit über 10 Jahre 7.500–12.500 € Ersparnis bedeutet. Drittens auf flexible Konditionen achten (Sondertilgung, Tilgungsanpassung).

Welche häufigen Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: Nur die Hausbank anfragen ohne Vergleich. Die Kaufnebenkosten unterschätzen (7–12 % des Kaufpreises). Zu wenig Eigenkapital einbringen. Die monatliche Rate zu knapp kalkulieren ohne Puffer für Reparaturen und Einkommensausfälle. Zu kurze Zinsbindung wählen bei aktuell niedrigen Zinsen.

Wie berechne ich meine maximale Kreditrate?

Faustregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Bei 3.500 € Netto wären das maximal ca. 1.400 €/Monat. Wichtig: Alle laufenden Kosten (Hausgeld, Versicherungen, Rücklagen 1–1,5 % des Immobilienwerts p.a.) einkalkulieren. Nutze einen Online-Rechner für deine persönliche Situation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Finanzierungsantrag?

Persönliche Unterlagen: Letzten 3 Gehaltsabrechnungen, aktueller Arbeitsvertrag, SCHUFA-Auskunft, Kontoauszüge (3 Monate). Für die Immobilie: Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf. Bei Neubauten: Baubeschreibung, Lageplan, Kostenaufstellung. Je vollständiger, desto schneller die Zusage.

TR
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Unabhängiger Finanzanalyst mit Fokus auf Immobilienkapitalanlage und Baufinanzierungsstrategien. Thomas analysiert Renditechancen, Eigenkapitalrenditen und Fremdfinanzierungsquoten für private Investoren. Über 300 veröffentlichte Ratgeber zu Bauzinsen, Kapitalanlage-Immobilien, Denkmalschutz-AfA und steueroptimierter Finanzierungsstruktur.
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