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Notarkosten beim Hauskauf: So berechnest du sie genau

Notarkosten sind Pflicht beim Hauskauf. Mit Berechnungsbeispiel, aktuellen Sätzen nach Bundesland und Tipps zum Sparen bei den Kaufnebenkosten.

Stand: 2024-08-30 3 Min. Lesezeit
Notarkosten beim Hauskauf: So berechnest du sie genau
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Beurkundung Kaufvertrag: Hauptgebühr nach GNotKG, abhängig vom Kaufpreis
  • Grundschuldbestellung: Wenn du eine Grundschuld (Sicherheit für die Bank) eintragen lässt — üblich bei Kredit
  • Auflassungsvormerkung: Schützt dich als Käufer, bevor Eigentumsübertragung abgeschlossen ist
  • Eigentumsumschreibung: Eintragung deines Namens ins Grundbuch

Warum sind Notarkosten Pflicht?

In Deutschland ist jeder Immobilienkauf notarpflichtig — der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Ohne Notar ist der Kaufvertrag rechtlich nichtig. Zusätzlich zur Beurkundung trägt der Notar das Eigentumsrecht ins Grundbuch ein.

Wie hoch sind Notarkosten?

Wichtig: Kaufvertragsentwurf mind. 2 Wochen vor Notartermin anfordern und rechtlich prüfen lassen. Gewährleistungsausschlüsse bei Bestandsimmobilien genau lesen — "gekauft wie gesehen" kann teuer werden. Sachverständigengutachten (500–1.200 €) vor Kauf kann zehntausende Euro Überraschungen verhindern.
Tipps zur Baufinanzierung

Notargebühren sind gesetzlich geregelt im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Sie richten sich nach dem Kaufpreis — nicht nach Verhandlung. Richtwert: ca. 1–1,5 % des Kaufpreises inkl. Grundbuchgebühren.

Notarkosten Berechnen
KaufpreisNotar ca.Grundbuch ca.Gesamt ca.
200.000 €900 €500 €1.400 €
300.000 €1.200 €700 €1.900 €
400.000 €1.500 €900 €2.400 €
500.000 €1.800 €1.100 €2.900 €
700.000 €2.300 €1.400 €3.700 €

Angaben sind Richtwerte — tatsächliche Kosten hängen vom Umfang ab.

Was zahlt man dem Notar genau?

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Die Notarrechnung setzt sich aus mehreren Positionen zusammen:

  • Beurkundung Kaufvertrag: Hauptgebühr nach GNotKG, abhängig vom Kaufpreis
  • Grundschuldbestellung: Wenn du eine Grundschuld (Sicherheit für die Bank) eintragen lässt — üblich bei Kredit
  • Auflassungsvormerkung: Schützt dich als Käufer, bevor Eigentumsübertragung abgeschlossen ist
  • Eigentumsumschreibung: Eintragung deines Namens ins Grundbuch
  • Betreuungsgebühren: Für Zahlungsabwicklung, Treuhandkonten

Wer zahlt die Notarkosten?

In der Regel zahlt der Käufer alle Notar- und Grundbuchkosten. Ausnahme: Kosten für die Löschung von Belastungen (alte Grundschulden des Verkäufers) trägt meist der Verkäufer.

Grundbuchgebühren: Was sind die?

Zusätzlich zu den Notargebühren fallen Grundbuchgebühren an, die das Amtsgericht erhebt. Sie sind ähnlich kalkuliert: ca. 0,2–0,5 % des Kaufpreises. Du zahlst sie direkt an das Grundbuchamt — oft via Notar abgewickelt.

Tipps zum Sparen bei Notarkosten

  • Kaufpreis genau verhandeln: Niedrigerer Kaufpreis = niedrigere Notarkosten
  • Inventar separat ausweisen: Küche, Einbauschränke gesondert im Kaufvertrag — diese werden nicht auf den notargebührenpflichtigen Kaufpreis angerechnet
  • Bestandsgrundschuld übernehmen: Wenn noch eine Grundschuld des Verkäufers vorhanden ist, kann die Übernahme günstiger sein als Neubestellung
Merke: Notarkosten sind nicht verhandelbar — aber du kannst sie durch clevere Kaufvertragsgestaltung (Inventar, Möblierung separat) etwas reduzieren. Sprich das Thema mit deinem Makler und Notar an.

Wann werden die Kosten fällig?

Der Notar stellt nach Beurkundung seine Rechnung — meist zahlbar innerhalb von 2–4 Wochen. Grundbuchgebühren werden nach der Eintragung fällig. Plane diese Beträge in deinem Finanzierungsplan ein — sie müssen aus Eigenkapital gezahlt werden, nicht aus dem Kredit!

Häufige Fragen

Worauf kommt es bei Notarkosten Berechnen an?

Das Wichtigste bei Notarkosten Berechnen: fruehzeitig informieren, mehrere Angebote einholen, Förderungen nutzen und Nebenkosten nicht vergessen. Unabhaengige Beratung ist oft kostenlos und spart tausende Euro.

Was kostet der Notar beim Hauskauf?

Notargebühren: ca. 1,0–1,5 % des Kaufpreises (gesetzlich geregelt per GNotKG). Bei 300.000 €: 3.000–4.500 €. Dazu Grundbuchkosten: ca. 0,3–0,5 %. Gesamtrechnung Notar + Grundbuch: ca. 1.500–6.500 € je nach Kaufpreis. Kostenvoranschlag: Notar ist verpflichtet, ihn auf Anfrage zu geben.

Was sollte ich im Kaufvertrag prüfen?

Besonders wichtig: Gewährleistungsausschlüsse ("gekauft wie gesehen"), Übergabetermin und -bedingungen, Inventarliste (was bleibt in der Wohnung?), Lasten und Beschränkungen aus dem Grundbuch, Fälligkeit des Kaufpreises, Zustand eventueller Mieter/Pächter. Empfehlung: Anwalt oder Verbraucherschutzzentrale prüfen lassen (300–600 €).

Kann ich vom Kaufvertrag zurücktreten?

Nach Notartermin: sehr schwer. Rücktrittsrechte nur bei vertraglichen Rücktrittsvorbehalten (z.B. Finanzierungsvorbehalt) oder arglistiger Täuschung (versteckte Mängel). Ohne Rücktrittsklausel: Rücktritt kostet meist Vertragsstrafe (10–20 % des Kaufpreises). Vor Notartermin: jederzeit ohne Kosten — daher Finanzierungszusage vorher sicherstellen.

Redaktion finanzierung.one
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